Eisenstadt , Oberpullendorf

Erstellt am 20. Juni 2018, 02:27

von Dietmar Heger

Die „Staats“ sind wieder attraktiv. Didi Heger über die Gründe für den Aufschwung der Österreichischen Tennismeisterschaften.

Die zehnten Österreichischen Tennis Staatsmeisterschaften (ÖMS) im Sport-Hotel-Kurz sind bei der Halbzeit angelangt. Nur noch die besten 16 Damen und Herren aus über 100 Nennungen für beide Bewerbe sind im Rennen um den Siegerscheck. Dementsprechend hitzige Spiele sind in der finalen Phase zu erwarten – Spitzentennis Marke rot-weiß-rot garantiert.

Organisator und ÖMS-Mastermind Günter Kurz hat es in dieser Dekade geschafft die Österreichischen Meisterschaften, die bis zum „Projekt Oberpullendorf“ nur ein Schattendasein fristeten, wieder salonfähig zu machen. Zwar schlagen weiterhin keine rot-weiß-roten ATP- oder WTA-Zugpferde am Gipfel des Fenyös auf, doch das versteht sich von selbst, da diese um jeden Punkt auf ihren Touren kämpfen.

Für die Emporkömmlinge im österreichischen Spitzentennis ist Oberpullendorf hingegen zum Muss geworden. Neben einem attraktiven Rahmenprogramm und perfekter Versorgung der Spieler hat Kurz einen entscheidenden Faktor stark aufgewertet: das Preisgeld.

Bei allem Enthusiasmus und Idealismus für „ihren“ Sport müssen die Dominic Thiems von Morgen ihre ersten Karriereschritte auch finanzieren können, sonst ist die Laufbahn schneller wieder zu Ende, als einem lieb ist. Übrigens steht die Nummer sieben der Weltrangliste auf der Siegerliste in Oberpullendorf. Auch dieser Umstand ist in dem Zusammenhang ein sehr stimmiges Detail.