Erstellt am 16. Mai 2018, 02:39

von Martin Plattensteiner

„Eigentore“ und viele Geschenke. Martin Plattensteiner über die kuriose Situation in der 2. Liga Nord.

Die Lage in der 2. Liga Nord könnte brisanter, witziger, bedrohlicher und kurioser nicht sein. Nachdem Andau im Vorjahr als Meister auf den Aufstieg verzichtete, kam Siegendorf in den BVZ Burgenlandliga-Genuss. Um solchen Unsitten vorzubeugen, beschloss der Burgenländische Fußballverband (BFV) im Wiederholungsfall den Zwangsabstieg und einen saftigen Punkteabzug für den Meister, der nicht rauf will.

Dieser Beschluss entwickelt sich nun ungewollt zum Eigentor für alle sieben Klubs ab Platz sieben (Breitenbrunn ist als abgeschlagenes Schlusslicht schon weg vom Fenster), die noch in Abstiegsgefahr stecken.

Zunächst ist die Zahl der Absteiger ungewiss. Schaffen es Parndorf II und Klingenbach „oben“ nicht, müssten am Ende gar drei Teams runter in die 1. Klasse.

Aus dem 2. Liga-Spitzenfeld wiederum streben weder Jahrndorf, die zwei Pama-Klubs noch Frauenkirchen den Weg in die BVZ Burgenlandliga an.

Parallel kommt es zu immer merkwürdigeren Resultaten. Das letzte Saisondrittel entwickelt sich so zur punktuellen Farce – das kann auch nicht im Sinne des BFV sein. Und von ganz oben aus werden am Ende wohl die Leithaprodersdorfer lachen. Sie haben sich den Aufstieg verdient – und sind auch dafür gerüstet.