Ein Salto-Mortale hin und zurück. Martin Plattensteiner über den Tadten-Andau-Wechsel von Christoph Tischler.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 15. November 2017 (03:04)

Viele Freunde wird sich Christoph Tischler bei seinem Stammverein, dem UFC Tadten, in den letzten Tagen wohl nicht gemacht haben.

In seiner Heimatgemeinde zerriss er als Aktiver quasi alle Packler und übernahm den Klub auch als Trainer. Nach einer Pleitenserie im Frühjahr 2015 war er diesen Job los und heuerte im gleichen Sommer beim FC Andau an. Dort feierte er riesige Erfolge – zwei Titel in Serie (Wiederaufstieg in die 2. Liga Nord, Aufstiegsverzicht trotz Meister 2017) stehen auf seiner Visitenkarte. Danach nahm sich „Tischi“ eine sommerliche Auszeit, ehe der erneute UFC-Anruf folgte. Nur zwei Monate später wurde er nun als Neo-Trainer seines Ex-Klubs Andau präsentiert.

Wagemut? Sturheit? Ehrgeiz? Schnellschuss? Die wahren Überlegungen Tischlers werden wohl irgendwo in der Mitte liegen – gepaart mit Bauchgefühl und taktisch-fußballerischen Überlegungen. Dass seine kumpelhafte Art bei den Kickern gut ankommt, ist eine Strategie, um Legionäre und Einheimische bei Laune zu halten. Die Wahrheit liegt am Platz – da ist Tischler als Trainer und Mensch nun gefordert. Vielleicht sucht er genau diese Herausforderung. Das, was ihm auf jeden Fall gebührt, ist eines: Respekt.