Erst die Teams, dann eine Liga. Über eine Frauenfußball-Kampagne mit einer sinnvollen Priorität.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 21. Februar 2021 (02:23)

„Real Girls Play Soccer“ nennt sich jene auf drei Jahre ausgelegte Kampagne des Burgenländischen Fußballverbands (BFV), die Mädchen- und Frauenfußball forcieren und das Vereinsleben um diese Facette erweitern soll. Stützpunkte in allen Bezirken, Förderung von Trainerinnen, eine Attraktivierung der Mädchenliga oder Schulkooperationen sind Schlagworte, die künftig an der Basis für Leben sorgen sollen. Konkret sind das Burgenlands Fußballklubs, in deren Reihen sich nach wie vor zu wenig Mädlsmannschaften tummeln.

Auch wenn sich bereits punktuell – Beispiel Volksschul-Projekt „Mädchen am Ball“ – etwas tut: Nach wie vor geht das Engagement nicht über einzelne motivierte Vereine hinaus. Hier die Zahl mit einer auf drei Jahre ausgelegten Verbands-Kampagne zu erhöhen, kann die Erfolgschancen steigern. Mehr Teams im Nachwuchs bedeutet schließlich, dass sich diese Quantität in einigen Jahren bezahlt machen könnte, wenn in der Breite Potenzial heranwächst. Stichwort Kampfmannschaften. Nach wie vor fehlt im Burgenland eine eigene Frauenliga. Bislang scheiterten die Versuche einer Installierung – zu wenig Teams, zu unterschiedlich das sportliche Niveau, zu sehr Stückwerk. Ein soliderer Unterbau könnte die Voraussetzungen ändern. Nur braucht das auch weiterhin Zeit und Geduld, trotz der verbesserten Aussichten.