Geteiltes Leid ist nicht halbes Leid

Über den umstrittenen Start der Landes-Ausbildungszentren.

Erstellt am 14. Februar 2021 | 01:33

Die Reaktionen auf die jüngste Öffnung der LAZ-Standorte ließen in den sozialen Medien nicht lange auf sich warten. Wie erwartet beschränkte sich die Freude über diese Trainingsmöglichkeit auf jene Spieler, die wieder ihrem Hobby nachgehen dürfen, und deren Eltern. Auf der anderen Seite stehen jedoch viele Vereinstrainer beziehungsweise Eltern von Kindern, die eben nicht in der Talenteschiene eines Landesverbandes tätig sind und die kein Verständnis dafür aufbringen, dass ihr Nachwuchs weiterhin „gesperrt“ bleibt. Sie können es – verständlicherweise – nicht als Chance für ihre eigenen Sprösslinge sehen, bald wieder auf die verschiedenen Plätze zurückzukehren.

Der Zorn entlud sich neben der Bundesregierung, dem ÖFB und den Landesverbänden auch an den sogenannten „Privilegierten“, also an jenen, denen das Training ermöglicht wird. Gefordert wurde beispielsweise aus Solidarität zu den Vereinen, die nach wie vor auf ihre Trainingserlaubnis warten, auch an den LAZ-Standorten auf Einheiten zu verzichten.

Eines wird dabei allerdings vergessen. Die eigene Situation wird dadurch, dass andere ihrem Hobby auch nicht nachgehen dürfen oder auch darauf verzichten, definitiv nicht verbessert. In diesem Fall verliert nämlich das Sprichwort „geteiltes Leid ist halbes Leid“ seine Gültigkeit.