Impulse gegen die Absagenflut. Über die Problematik mit den Reserve-Mannschaften.

Von Thomas Prunner. Erstellt am 26. Juni 2019 (01:24)

Die Reserven: Ein leidiges Thema, das auch in der vergangenen Meisterschaft wieder häufig zum Problem wurde. Zu oft mussten (Vor-)Spiele abgesagt werden, zu oft wegen Personalmangels. Keine Frage: Ansetzungen am Freitag um 17.30 Uhr, wenn sich viele (pendelnde) Kicker noch am Weg heim aus der Arbeit befinden, sind wahre Absage-Magneten.

Aber es ist nicht nur das. Vielerorts klafft traditionell ein (mal kleineres, mal größeres) Loch zwischen dem Nachwuchs und der Kampfmannschaft auf. Weil dem Unterbau, bestehend aus der Kader-Reserve, reinen Spaßkickern und aufstrebenden Youngsters, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Leistungsdruck ganz oben und dadurch fehlende Perspektiven für aufstrebende Talente am Weg Richtung „Erste“, Funktionärs- und Spielermangel zur Betreuung, garniert mit zu wenig Nachwuchs – diese Mischung kann die Reserve-Suppe mächtig versalzen. Dabei wäre es wichtig, den Betrieb der Zweiermannschaften wieder kollektiv in Schwung zu bringen.

Zur Not mit Zwang. Beispiel: Ein Bonus-/Malus-System, das sich je nach Häufigkeit der Absagen mit Punktabzügen oder Gutschriften bei der Kampfmannschaft auswirkt. Nur ein Ansatz, Fakt ist aber: Es braucht vom BFV aus frische Impulse, welcher Art auch immer, um als Ziel die Reserven wieder aufzuwerten und so die Basis zu stärken.