Jetzt geht es ums Zerreißen

Martin Plattensteiner über die Situation des Tabellen- Vorletzten der 2. Liga Nord.

Erstellt am 14. Dezember 2016 | 05:16
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Die Hinrunde des SC Frauenkirchen verlief äußerst holprig. Nach zwei Runden musste Trainer Christian Schiegl gehen, Feuerwehrmann Matthias Graner sammelte nur wenig Punkte und war auch schon bald Geschichte. Mit Helmut Göltl als Coach soll nun das Abenteuer Klassenerhalt geschafft werden. Zehn Punkte (vier Abstand auf das wohl rettende Ufer) sind zuwenig, um sich einmal zurücklehnen zu können.

Der neue, starke Mann auf der Trainerbank war sich von Anfang an klar, dass man nur mit Verstärkungen die Klasse halten kann. Aus diesem Grund wurden auch zwei Routiniers verpflichtet. Sowohl Marek Pecho (Ex-Gols und Ex-Apetlon) als auch Benjamin Kladivko (Ex-Breitenbrunn und Ex-Leithaprodersdorf) kennen die Liga in- und auswendig. Genau dieses Argument könnte der Rettungsanker sein.

Wenn einem Klub das Wasser bis zum Hals steht, helfen nur Kicker, die von Beginn an alles geben, sich die Seele aus dem Leib rennen und noch dazu in Führungspositionen rutschen. Genau Letztgenanntes fehlte den Frauenkirchnern im Herbst: Spieler, die das Heft an sich reißen, den Mund zwar aufreißen, aber sich das Leiberl für den Erfolg zerreißen. Gut möglich, dass Balasz Granat, der nur einmal wöchentlich trainieren will, da nicht mitzieht und den Verein verlassen wird.