Kann Siegendorf doch angreifen?

Martin Plattensteiner über eine mögliche Wende im 2. Liga-Titelkampf.

Martin Plattensteiner
Martin Plattensteiner Erstellt am 22. Februar 2017 | 02:47
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Eigentlich betrachtete Wallern den Titelkampf als g’mahte Wies’n: acht Punkte Vorsprung auf Gols und Andau, elf auf Siegendorf.

Letztgenannte haben sich in der Übertrittzeit ins Spiel gebracht – wenn auch mit Ambitionen für Sommer 2018. Die ASVler verfügen momentan über einen eingespielten, technisch super-beschlagenen, großen Kader. Trainer Michael Porics kann aus dem Vollen schöpfen, am Kunstrasen trainieren und in Ruhe arbeiten – niemand verlangt nach 13 Runden den Aufstieg. Ist dieser trotzdem möglich?

Wallern hat sich – wenn auch mit Pech – etwas verspekuliert. Einer der Legionäre sollte abgegeben werden. In der Hinterhand hatte Wallern die Rückkehr von Leitfigur Michael Thüringer. Auch Christoph Müllner soll(te) wieder fit werden. Da konnte man locker Roman Mihalik verkaufen, die Lücke sollte – bei diesem Vorsprung – locker intern geschlossen werden. Doch man hatte die Rechnung ohne den Verletzungswirten gemacht: Thüringer verletzte sich schwer, fällt lange aus.

Den Verlust eines starken Spielers muss ein Favorit kompensieren können. Doch zurzeit fehlen an drei Positionen drei, die als Leithammel gelten und eine Mannschaft führen können. Eine Chance für die Jungen also. Und – die Liga bleibt nicht nur im Abstiegs-, sondern vielleicht auch im Titelkampf spannend.