Keine Pause ohne Kicken und Toben. Über die ersten dringenden Öffnungsschritte im Nachwuchs.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 20. März 2021 (02:33)

„Wir haben in der Pause gar keinen Ball mehr.“ Was ein U10-Kicker am Rande eines Fototermins nebenbei erwähnte, ist im Frühjahr 2021 längst vielerorts bittere Realität. Schule ist wichtig, aber für Burschen und Mädchen in diesem Alter zählt vor allem auch eines: die Pause – und hier das Kicken und Toben auf dem Schulhof, im Gang oder eben auf dem Kinderspielplatz.

Das bringt die so dringend benötigte Abwechslung zum eintönigen Lern-Alltag. Als Mit-Dreißiger will man sich da gar nicht ausmalen, wie es gewesen wäre, erst 25 Jahre später das Licht der Welt zu erblicken. Hätten uns die Eltern überhaupt einfangen können, wenn es darum ging, einen Ball unbedingt in einem Tor versenken zu müssen? Kaum vorstellbar. Und auch wenn die heutigen Möglichkeiten komplett andere als früher sind, ist es gerade für Kinder ungemein wichtig, sich laufend auch sportlich zu betätigen. Um fürs Leben zu lernen, Siege zu feiern und auch Niederlagen zu akzeptieren.

All das fehlte lange und kommt nun einmal mit ersten Öffnungen, die etwa den Nachwuchsfußball betreffen, zurück. Zum Glück, das ist die Gesellschaft den so enorm beanspruchten Kindern schuldig. Für uns Erwachsene gilt, sich noch zurückzunehmen und denen die Bühne zu bieten, die es am dringendsten brauchen. Damit auch die Pause wieder zur Pause wird.