Klingenbach hat sehr gute Karten. Über die Meisterfrage in der 2. Liga Nord.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 27. März 2019 (02:35)

Tausendsassa-Trainer und (Noch)-Obmann Hans Dihanich ist ein Meister des Tiefstapelns. Mit den Leistungen seiner Mannschaft ist er selten zufrieden, obwohl man optimal in die Rückrunde gestartet ist – zwei Spiele, zwei Siege. Klaro, noch sind elf Runden zu absolvieren und die Konkurrenz schläft nicht.

Schläft nicht? Die Konkurrenz? In Trausdorf, wo halbjährlich das Team mindestens zur Hälfte ausgewechselt und vermeintlich aufgerüstet wird, läuft – trotz spielerischer Überlegenheit – nur wenig zusammen. Die Star-Kicker rund um Andi Walzer, Mirza Sejmenovic oder Stefan Reinhalter können sich zu selten auf die eher rustikale Spielweise der Gegner einstellen. Und – auf holprigen Böden (und die gibt es in der Liga im Moment zuhauf) tun sich die Techniker von der Wulka ziemlich schwer.

Dass weder der SK Pama noch die Deutsch Jahrndorfer (trotz Top-Qualität im Kader, vor allem bei den Legionären) Meister werden wollen (oder dürfen), ist ein offenes Geheimnis. Der Rest der Liga wechselt von Runde zu Runde die „gefährlichen“ gegen die „gemütlichen“ Platzierungen – so dicht liegt das Feld nämlich zusammen. Das, was Klingenbach im Herbst gefehlt hat, war die Konstanz. Man kann davon ausgehen, dass jeder einzelne Kicker das auch weiß und dem Coach bis zur letzten Runde beweisen will.