MacGyver lässt lautstark grüßen. Martin Plattensteiner über die Dreifach-Bürde für Lukas Mössner in Sankt Georgen.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 11. Januar 2017 (03:00)

Lukas Mössner, Ex-Profi bei zahlreichen Stationen, ist nun in Sankt Georgen gelandet. Zumindest bis Sommer 2017. Wie immer man die neue Aufgabe auch bezeichnen mag – viele ehemalige Stars wollen ihr Können und ihre Erfahrung bei (vorerst) kleineren Vereinen auch als Betreuer einbringen. Anders lässt sich das Mössner-Abenteuer kaum erklären. Denn in Sankt Georgen (auch wenn er Wunschkandidat von Neo-Coach Rolf Meixner ist) erwartet ihn ein mittleres Himmelfahrtskommando.

Dem Vorortklub aus der Landeshauptstadt sind acht Stammspieler abhanden gekommen, das Abstiegsgespenst sitzt im Nacken, die Querelen rund um den Abschied von Hannes Marzi sind noch nicht verhallt. Mössner wird bei seinem Engagement dreifach gefordert. Er ist Reservecoach, Co-Trainer und Spieler. Wie das in dieser prekären Situation zu stemmen ist?

Beispiel Rückrundenauftakt am Freitag, 17. März. 16.30 Uhr Treffen, Aufwärmen und Besprechen mit der U23, Anpfiff 17.30 Uhr. Abhetzen zur Kampfmannschaft, Aufwärmen, Besprechung. Und ab 19.30 Uhr Tore gegen den Abstieg schießen. Wenn er das schafft, ist er für weitaus höhere Aufgaben auserkoren. Quasi ein Fußball-MacGyver.