Ohne Wettrüsten mehr Titel-Gier?. Über die Transferpolitik in der Winterpause.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 18. Dezember 2019 (02:05)

Kein Klub aus der 2. Liga Nord will heuer so richtig rauf in die Burgenlandliga. Deswegen ist es sowohl bei Leader UFC Pama (31) als auch in Gattendorf (29), Apetlon (24) oder Deutsch Jahrndorf (22) keineswegs notwendig, sich um neue Spieler umzusehen. Die Devise gilt bei allen Klubs: Sollte der Aufstieg „passieren“, dann wird man Wagemut zeigen und dieses Projekt in Angriff nehmen. Die UFCler könnten sich auf die Schultern klopfen – zum 60. Klubgeburtstag würde erstmals ein Verein aus Pama in der höchsten Liga des Landes spielen.

Bei Teilen des Spitzen-Quartetts scheint ohnehin tendenziell das Abrüsten angesagt zu sein. Das zeigt sich schon bei Jahrndorf, das Tomas Varhanik wegschickte, oder bei Gattendorf, das sich von Martin Jackuliak trennte. Aber es gibt auch Umrüster-Vereine – siehe Kittsee, wo der eine oder andere Funktionär noch vom Aufstieg träumt. Für den möglichen Gang in die Burgenlandliga bedeutet der Status quo an der Spitze jedenfalls: Aus Mangel an ernsthaft interessierten Kandidaten sind scheinbar keine ausgewiesenen Großinvestitionen im Winter nötig. Fehlendes Wettrüsten stärkt das kontinuierliche Arbeiten und könnte bei dem einen oder anderen die Lust am Meistertitel erhöhen – wenn dieser von den Rahmenbedingungen her tatsächlich möglich wäre, ohne die Balance des Klubs aufs Spiel zu setzen.