Ruhe vor und nach dem Sturm. Martin Plattensteiner über die wenigen Transfers in der 2. Liga Nord.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 07. Februar 2018 (02:02)

Bei fünf von 14 Klubs (also einem Drittel) blieb es in der Übertrittsphase verdächtig ruhig. Herbstmeister Deutsch Jahrndorf, Aufsteiger SK Pama, Leithaprodersdorf und Illmitz sowie Gols verzichteten komplett auf Neuzugänge. Während es bei den beiden Erstgenannten keinen Handlungsbedarf gibt, Leithaprodersdorf und Illmitz über einen starken Unterbau verfügen, ist die Golser Transferpolitik doch etwas verwunderlich. Mit 13 Punkten steckt man im Abstiegskampf, das Schlusslicht-Trio Breitenbrunn, Gattendorf und Winden hat ordentlich aufgerüstet. Den Golsern ist zu wünschen, dass die Taktik „Ruhe statt dem Sturm“ aufgeht.

Auch bei vielen anderen Klubs blieb es diesen Winter sehr ruhig. Apetlon, Wallern und Andau tauschten lediglich Legionäre aus – der Eigenbau soll auch bei diesen Vereinen forciert werden.

Bleiben noch zwei (heimliche) Titelaspiranten. In Trausdorf wurde wieder einmal kräftig umgebaut. Trainer Viktor Hanak muss (darf) im Frühjahr einige hoffnungsvolle Youngsters zu Stammspielern formen. Ob da auch der Aufstieg drinnen ist? Dieser Wurf könnte schon eher den Frauenkirchenern gelingen: Mit Thomas Csobadi und Daniel Weinhandl haben zwei junge und auch routinierte Spieler angedockt, die das Rüstzeug für höhere Aufgaben mit in die Thermen-Arena bringen.