SCE-Nachwuchs: „Hosi“ und „Pipo“ allein sind zu wenig

Thomas Steiger über die geplante Nachwuchsabteilung beim SCE in der 2. Klasse Nord.

Thomas  Steiger
Thomas Steiger Erstellt am 27. Februar 2019 | 02:19
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Zuletzt konnte der SC Eisenstadt zwei mediale Zugpferde an Land ziehen. Die beiden Bundesliga-Profis Philipp „Hosi“ Hosiner (Sturm Graz) und Patrick „Pipo“ Schmidt (Admira) wurden als „Schirmherren“ des Vereins, genauer gesagt des künftigen Nachwuchses, installiert (siehe auch unseren Artikel dazu hier und unten). In den sozialen Medien ist der Deal mit den kickenden Cousins natürlich ein Renner und werbetechnisch ein durchdachter Schachzug – doch das allein wird zu wenig sein.

Dass die mediale Präsenz zweier waschechter Eisenstädter, die beide ihre Karrieren in der Landeshauptstadt begannen, nicht ausreicht, um eine Nachwuchsabteilung aufzubauen, wird auch den kühnsten Optimisten beim Klub klar sein. Doch als erstes Trittbrett auf einer großen Leiter, die es künftig zu erklimmen gilt, war es sicher ein kluger Schritt. Die kolossale Schwierigkeit im Vorhaben eines eigenen Nachwuchses wird jedenfalls sein, dass die Kids dem Klub anfangs sicher nicht die Türen einrennen werden – im Gegenteil, denn die fußballbegeisterten Jungs und Mädls aus der Umgebung sind zumeist bereits bei ihren (Stamm-)Vereinen gemeldet.

Somit bleibt für die Landeshauptstädter vor allem die Möglichkeit, ganz unten anzufangen, etwa mit einer U6 zu starten und sich so die kommenden Kicker selber zu „formen“. Für dieses Unterfangen braucht es vor allem eines: sehr viel Geduld.