Spieler schützen als Zusatz-Credo. Über Haken an den theoretischen Plänen des Burgenländischen Fußballverbands.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 23. April 2021 (01:45)

Die Pläne des BFV, die am letzten Freitag bei der Vorstandssitzung schlagend wurden, sind theoretisch löbliche. So lange mit einer Entscheidung für die unterbrochene Saison zuzuwarten, ist für die aufstiegswilligen Vereine ein mildernder Umstand. Auch die neue Spielzeit 21/22 früher zu starten, ist in Ordnung. Ob bei all der Theorie aber auch die Spieler berücksichtigt wurden, die – falls die jetzige Saison noch beendet werden sollte – dann innerhalb kürzester Zeit (zu) viele Matches absolvieren müssten? Das letzte Pflichtspiel fand Ende Oktober statt. Bei einem optimalen Covid-Öffnungsverlauf wären das bei einem Re-Start Anfang Juni sieben Monate ohne Bewerbsmatch. Und das nur, um eine vollkommen zerrissene Saison zu retten? Eine Wertung wäre wichtig, aber nicht um jeden Preis – und sie sollte nicht zulasten der (Amateur)-Spieler gehen.

Wenn, dann wären gerade jetzt Alternativen in Form eines Belohnungssystems zu überdenken. Zeit gebe es, um noch spontan-attraktive Bewegung in die erstarrten Ligen zu bringen. Beispiel Aufstiegsspiele oder „Bubble“-Turniere der willigen Spitzenklubs bis Anfang Juli, für deren Abwicklung jede Gruppe in Absprache mit den Vereinen verantwortlich ist. Keine Absteiger, weil sich das keiner mehr verdient. So oder so: Eine außergewöhnliche Saison hätte sicher noch Potenzial für Gewagtes.