Und plötzlich ist man Cupsieger

Über den Cupsieg der Gunners, die ein schwieriges Jahr doch noch krönten.

Erstellt am 11. März 2021 | 01:45

Monatelang sah es generell nicht nach einem gutem Saisonverlauf der Oberwart Gunners aus. Erst in den letzten Runden des Bundesliga-Grunddurchgangs qualifizierten sich die Südburgenländer für die Platzierungsrunde. Die Verletzungsmisere verdeutlichte das nur. Kapitän Sebastian Käferle brach sich in einem Spiel das Nasenbein, Terrence Bieshaar verletzte sich beim Comeback schwer am Kreuzband. Renato Poljak und Edi Patekar wurden immer wieder zurückgeworfen. Dann folgte noch das fehlgeschlagene Experiment mit US-Boy Freddie Mc Swain Junior. Ob da bei den Gunners noch jemand von einem Titel träumte?

Seit vergangenem Sonntag ist klar: Oberwart lebt! Die Truppe fügte den favorisierten Gmundenern beim 84:74 das nächste Trauma zu. Neun Jahre wartet die Mannschaft rund um Enis Murati nun schon auf einen Titel. Zum Vergleich: Die Oberwarter holten 2016 das Double, jetzt den Cup. Mit dem Rücken zur Wand funktionieren die Gunners augenscheinlich am besten – angeführt vom zeitweise stoisch wirkenden Headcoach und Local-Hero Horst Leitner, der während der Saison auch Kritik einstecken musste und nun den Lohn der Arbeit erntete. Jetzt auch noch die Meisterschaft zu fordern wäre freilich vermessen, aber spätestens nach dem Cupfinale in Klosterneuburg ist allen klar: Wer die Gunners weiter nicht ernst nimmt, der verliert.