Unpopulär, aber nachvollziehbar

Über die Entscheidung, die Ostliga 2020/21 mit 15 Vereinen zu spielen.

Martin Ivansich
Martin Ivansich Erstellt am 15. Juni 2020 | 02:35
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Statt wie zuletzt 16 Klubs gibt es in der kommenden Saison der Regionalliga Ost nur deren 15. Mit Sicherheit ist das keine optimale Entscheidung, den Platz des ASK Ebreichsdorf (der sich freiwillig zurückgezogen hatte) nicht nachzubesetzen. Immerhin ist jeder Verein nun zweimal spielfrei.

Dazu kommt: ein Heimspiel weniger bedeutet für alle Ostliga-Klubs auch einen Einnahmen-Verlust. Dass sich die dafür involvierten drei Landesverbände nicht auf ein Ticket für den frei gewordenen Platz einigen konnten, ist aber legitim.

Es gab aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland zumindest je ein aufstiegswilliges Team – und jeder Verband suchte um den vakanten Platz an. Wäre bei der Ausgangslage eine Mehrheit zustandegekommen, hätte im Umkehrschluss zumindest ein Verband gegenüber seinem Vertreter das Gesicht verloren. So blockierten sich die Verbände gegenseitig und sind alle aufstiegswilligen Klubs „Verlierer“ in dieser Causa.

Aber hätte es überhaupt einen „Gewinner“ geben können? Wäre ein Team bestimmt worden (in welcher Form auch immer), hätte es zumindest das eine oder andere Gegenargument gegeben. Mag auch sein, dass sich die Entscheidung der Paritätischen Kommission als einfach, hart für die Betroffenen und gegen den Sport interpretieren lässt. Nachvollziehbar ist sie in so einer verzwickten Lage ohne die entsprechende Regelung in den Statuten aber allemal.