Vom Aufrüsten und Einsparen. Über die Transferzeit in der 2. Liga Nord.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 29. Januar 2020 (01:21)

Obwohl die Transferphase verdächtig ruhig verläuft, klaffen da und dort Welten auseinander. Klar, manch ein Klub hat einen Geldgeber, kann sich entsprechend Fußballer leisten. Andere wiederum sind zum Sparen gezwungen oder haben ihre Transfer-Hausübungen bereits im Sommer oder in den Jahren davor optimal erledigt. Einige Beispiele: Kittsee, aktuell „nur“ Fünfter (hier stellt sich die jährliche Gretchenfrage, wer denn überhaupt aufsteigen mag) hat einen fußballverrückten Sponsor im Talon. Bei drei Legionären passte die Chemie zwischen Team und Trainer nicht mehr – prompt durfte der Coach sich um neue Slowaken umsehen.

Das Spitzen-Quartett langte gar nicht hin. Gänzlich anders sogar: Gattendorf und Deutsch Jahrndorf verabschiedeten je einen „Gut-Verdiener“, UFC Pama und Apetlon veränderten gar nichts.

SK Pama-Trainer Karl Prügger schlägt mit dem Klub einen neuen Weg ein. Ein Legionär (von insgesamt sechs) ist weg, drei junge Österreicher stoßen dazu. Rein tabellarisch kann man sich das Experiment leisten. In Trausdorf blinzelt man nur mehr mit einem Auge in Richtung Klassenerhalt. Das Hauptaugenmerk gilt dort, ein Team zu basteln, mit dem man eine Liga tiefer durchstarten kann.

Einmal mehr wird sich für das Frühjahr also weisen, ob Geld Tore für den Aufstieg schießt. Oder ob Vertrauen in Eigenbau und Stammkräfte doch belohnt wird.