Wahrheit liegt auf dem Platz. Thomas Steiger über den historischen Auftakt des SC Eisenstadt in der 2. Klasse Nord

Von Thomas Steiger. Erstellt am 22. August 2018 (02:02)

400 Schaulustige waren am Samstag nach Schützen gekommen, darunter Größen der Landespolitik und zahlreiche Medienvertreter. Sie alle wollten den SC Eisenstadt (wieder) spielen sehen, der nach zehn Jahren sportlicher Tristesse endlich auch wieder am Fußballgeschehen des Burgenlandes teilnimmt. Die Landeshauptstadt hat ihren Traditionsverein wieder – wenngleich auch in stark veränderter Form.

SCE-„Mastermind“ Chris Görz und sein Team haben es geschafft, den in der Versenkung verschwundenen Klub final neuzugründen, ihn wiederzubeleben und ihn mit Plan und Geschick auf ökonomisch-strukturierte Beine zu stellen. Viele Sponsoren holte man sich ins Boot, einige hat man noch an der Angel, Gespräche über eine Heimstätte des SCE direkt in Eisenstadt werden folgen.

Beim Verein denkt man sichtlich groß – manchmal vielleicht auch zu groß. Bezeichnend dafür war zum Beispiel das Aufstellen eines VIP-Zeltes oder die erforderliche Akkreditierung der Medienvertreter. Ein gut gemeinter (und legitimer) Ansatz, doch für die 2. Klasse Nord unterm Strich wohl doch etwas übertrieben.

Soll der SCE-Hype anhalten (was zu wünschen wäre), muss sich langfristig vor allem die Mannschaft steigern. Denn die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz – und nicht rundherum.