Was ist nur bloß los in Kittsee?

Über den Fall vom Titelaspiranten zum Kellerkind.

Erstellt am 02. September 2021 | 01:41

Fünf Spiele, fünf Niederlagen – das ist die bittere Wahrheit. Noch Anfang Juli wurde Kittsee als Titelfavorit der 2. Liga Nord gehandelt. Ex-Präsident Walter Rinalda hatte diesen auch als Ziel ausgegeben. 100 Jahre Burgenland, 30 Jahre Fusionsklub Kittsee, das wollte sich der Mäzen auch etwas kosten lassen. Trainer Franz Ziniel hätte sich beim zum Siebener-Gespann aufgeblähten Legionärstrupp noch zwei weitere Slowaken aussuchen dürfen. Das war für mehrere Funktionäre anscheinend zu viel. Rinalda spürte kaum Rückendeckung mehr, trat zurück und drehte den Geldhahn ab. Auch das geplante 30er-Fest wurde abgesagt. Die heimischen Funktionäre waren gefordert, wenige Tage vor dem Ende der Übertrittzeit stand der eine oder andere Legionär vor dem Absprung. Doch einen neuen sportlichen Arbeitgeber zu bekommen, war unmöglich. Zähneknirschend nahmen sie schwer reduzierte Angebote an. Nur einer war fix weg – Coach Ziniel ist inzwischen in Podersdorf gelandet.

Aber warum läuft es jetzt gar nicht mehr? Das Team hat sich personaltechnisch nicht verändert. Neo-Trainer Erwin Raithofer kann am Wochenende durchschnaufen, ist spielfrei. Raten kann man dem Coach in dieser Situation aber, alle Akteure zusammenzutrommeln, aufzuwecken und an die Fußballer-Ehre zu erinnern. Denn laufen und kämpfen – das ist eine Einstellungssache.