Zu viel Aufwand, zu wenig Geld. Über den großen Sprung von der Tischtennis-Landes- in die Bundesliga.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 03. April 2019 (03:06)

Zu den beiden rot-goldenen Teams in der 2. Tischtennis-Bundesliga, Neusiedl/See und Oberpullendorf, könnte nächste Saison ein weiteres dazustoßen. Dann, wenn sich der Champ der 1. Landesliga (oder einer der nächsten Verfolger) bereit erklärt am österreichweiten Qualifikationsturnier aller Landesliga-Spitzenteams um den Aufstieg mitzumachen.

Aber die angehenden Landesmeister lehnten ab: Weil Oberpullendorf 1 bereits in der 2. Bundesliga spielt, will man sich den Aufwand mit Oberpullendorf 2 sparen. Und die Zweitplatzierten? Auch in Mattersburg weiß man nicht so recht, ob man der Herausforderung gewachsen ist. Obmann Christof Giefing führt ebenfalls finanzielle Bedenken, will sich für die Entscheidung aber noch Zeit lassen.

Derzeit sieht es danach aus, als würde der Klub in der Landesliga bleiben. Dieselben Argumente hört man aber auch von den Drittplatzierten aus Hornstein, die nachrücken könnten — aber es fehlt das Geld. Ohne Verstärkung von Legionären geht es nicht. Auch Halbturn als Vierter im Bunde hat bereits abgewunken.

Fraglich also, ob nächstes Jahr ein weiteres Team aus dem Burgenland oben andocken wird. Nach außen wirkt die Aufstiegs-Debatte womöglich wie eine Farce. Es spricht jedoch auch für die Weitsichtigkeit der Funktionäre, keine Abenteuer und so letztlich die Klub-Existenz riskieren zu wollen.