Wachstum frisst Natur

Über die Siedlungsbau-Pläne rund um den Bahnhof.

Erstellt am 21. Oktober 2021 | 02:21

Es spricht ja für Eisenstadt, dass sich so viele Menschen hier ansiedeln wollen. Man hat aus den Fehlern der stadtplanerischen Vergangenheit gelernt (Kirchäcker West) und setzt bei Neubauten auf Bäume, Parks und Alleen (Kirchäcker Ost). Aber auch dieser Großbau scheint nicht mehr auszureichen, in der „Planungswerkstatt“ der vergangenen Woche zirkulierten Pläne, verdichteten Siedlungsbau südlich des Bahnhofes zu betreiben. Verdichteter Siedlungsbau gefällt vielen Eisenstädtern nicht. Sie müssen sich fürchten, neben einem riesen Schuhschachtelbau unter den Blicken dutzender „Zuagraster“ aufzuwachen. Sie verlieren Naherholungsräume und Bauten, die ihre Kindheit geprägt haben.

Bei großen Bauprojekten gibt es viele mächtige Interessen: Die Stadt will wachen, die Baukonzerne bauen. Das am leisesten geäußerte Interesse ist aber jenes der alteingesessenen Eisenstädter. Aber genau um dieses sollte es primär gehen.