Hornstein verzeichnet ein Wachstum mit Maß

Hornstein wächst seit über 20 Jahren konstant und schnell — manchen auch zu schnell. Nun setzt man auf langfristige Planung.

Erstellt am 13. Februar 2021 | 04:33
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Langfristige Planung. Bürgermeister Christoph Wolf und Gemeindevorstand Florian Fidler präsentierten das Projekt „Wohnen.Hornstein2030“, das für ein Wachstum in geordneten Bahnen sorgen soll.
Foto: zVg

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 900 zusätzliche Gemeindebürger (Haupt- und Nebenwohnsitz) in den letzten 20 Jahren, 200 neue Wohngebäude mit 460 Wohneinheiten seit 2010. Weiterhin ist die Nachfrage hoch, aber wohin will man noch wachsen?

Ein unkontrolliertes Wachstum will Ortschef Christoph Wolf jedenfalls verhindern. „Aufgrund der guten geografischen Lage, mittlerweile im Speckgürtel von Wien, sind Bauplätze und Wohnungen in Hornstein sehr beliebt. Die erhöhte Nachfrage führt unweigerlich zu steigenden Kosten“, erklärt Wolf. Damit diese Entwicklung nicht auf Kosten der Hornsteiner geht, arbeitet man nun am Projekt „Wohnen.Hornstein2030“. Ziel ist die „langfristige Planung zur Schaffung von Wohnraum und Bauplätzen, in erster Linie zur Deckung des Bedarfs von Hornsteiner Bürgern“, so der Bürgermeister weiter.

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Steigende Wohnpreise, knappe Infrastruktur

Das Plus an Einwohnern, seit 200 stolze 30 Prozent, bringt der Gemeinde zwar Einnahmen, aber auch Kosten und Probleme. Neben der Preissteigerung bei Bau- und Wohnraum, einer wenig vorteilhaften Siedlungsentwicklung im Norden und Kapazitätsengpässen in Kingergarten, Krippe und Volksschule. Die zumindest in einigen Jahren hohe Geburtenzahl von bis zu 40 Kindern im Jahr tat ihr Übriges.

In Hornstein greift man nun zu zwei wirksamen Methoden, um dem Problem Herr zu werden: einem Baustopp und möglichst wenig Flächenwidmungen. „Unsere langfristigen Ziele sind die Schaffung von Wohnraum für alle Bedürfnisse und Preiskategorien, bei gleichzeitiger Reduktion der Baulandreserven“, erklärt der Bürgermeister.

Letztere sind mit 250.000 Quadratmetern oder 20 Prozent problematisch groß — sofern diese in Privatbesitz sind und „eine Mobilisierung nur beschränkt möglich ist.“

Aktuell wird an mehreren Stellen über die potentielle Schaffung von Bauplätzen verhandelt — „ein großes Anliegen“ für für den Ortschef. An zwei Standorten befinde man sich bereits in den Endverhandlungen. Doch Wolf mahnt: „Eine persönliche Bereicherung sollte niemals das Ziel sein.“