Stichwahl: Newcomer-Duell in Wimpassing

Bei der Bürgermeisterwahl schaffte SPÖ-Kandidat aus dem Stand 40 Prozent und kämpft in der Stichwahl um das Amt.

Nina Sorger
Nina Sorger Erstellt am 06. Oktober 2017 | 05:52
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7056131_eis40ns_spoewimp.jpg
Kampfbereit. SPÖ-Bürgermeisterkandidat Ernst Edelmann (M.) und sein Team wollen sich in der Stichwahl beweisen.
Foto: Sorger

Nach 31 Jahren Josef Wolowiec ging am Sonntag in Wimpassing eine Ära zu Ende: Die erst vor einem Jahr frisch aufgestellte SPÖ verzeichnet ein Plus von 7,3 Prozent, während die ÖVP 10,8 Prozent einbüßt und zwei Mandate an die SPÖ verliert. Damit fiel die ÖVP-Absolute im Gemeinderat und es herrscht Mandatsgleichstand zwischen ÖVP und SPÖ.

Anzeige
440_0008_7056101_eis40ns_poeschl.jpg
Eng. Newcomerin Marion Pöschl muss für die ÖVP in die Stichwahl ums Bürgermeisteramt.
Nina Sorger

Das Zünglein an der Waage wird in den kommenden fünf Jahren die FPÖ sein, die ihre drei Mandate halten konnte. Ein Ergebnis, „das wir in diesem Ausmaß nicht erwartet hätten“, wie SPÖ-Kandidat Ernst Edelmann staunte, gab es bei der Bürgermeisterwahl. Edelmann erreichte bei seiner Erstkandidatur 40,4 Prozent der Stimmen.

Die ÖVP halbierte indes das Bürgermeisterergebnis von 2012: Gewann Wolowiec damals mit 84,8 Prozent die Wahl, konnte Marion Pöschl, die erst im April Thomas Menitz als Spitzenkandidatin ersetzte, nur 41,9 Prozent der Wähler für sich gewinnen.

Pöschl sieht dies „durchaus positiv“: „Nach der Ära Wolowiec fangen wir quasi neu an. Wimpassing war bei Nationalrats- oder Landtagswahlen eigentlich immer halb-halb, daher ist alles möglich.“ Nun müssen die beiden Newcomer erneut in den Wahlkampf ziehen und sich der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters stellen.