Roland Verant über Freund in Ukraine: „Er wäre nicht gegangen“

Erstellt am 30. März 2022 | 05:52
Lesezeit: 2 Min
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Große Mengen. Fleißige Helfer beim Verladen der Hilfsgüter.
Foto: zVg privat
Tschernobyl-Kenner Roland Verant aus Wimpassing freut sich über jedes Lebenszeichen seines Bekannten Nikolaj, der eine Bürgerwehr in der Westukraine leitet; Hilfsgüter sind unterwegs.
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Das Echo auf seine Spendenaktion, – die BVZ hat berichtet, – sei „deutlich größer als erwartet“ gewesen, freut sich Verant: „Nikolaj hatte zuvor mitgeteilt, was besonders gebraucht wird. Es hat sich dann sogar ein größerer Spender, ein Pharmaunternehmen, beteiligt.“ 25 Paletten seien zusammengekommen, die diese Woche von einem Speditionsunternehmen zunächst nach Litauen gebracht werden und „über einen Kontakt Nikolajs dann über Nacht rund um Weißrussland und Polen“ in die Ukraine gelangen sollen. Auf dem Rückweg würden Flüchtlinge mitgenommen, so Verant.

Die Güter, – wie etwa Medikamente oder Bandagen – sind in erster Linie für die ukrainischen Truppen und Bürgerwehren gedacht. Abgegebene Kleidung, die nicht vorrangig benötigt würde, soll auch in Flüchtlingsstätten in Polen verteilt werden. Spielzeug und Kindergewand wiederum werde aber auch „ukrainischen Familien, die nun nach Wimpassing gelangen“ zugutekommen.

Mit Nikolaj schafft es Verant, nach wie vor regelmäßig über WhatsApp zu kommunizieren: „Seine Frau und der fünfjährige Sohn sind mittlerweile in Deutschland. Er selbst wäre nie gegangen, auch wenn er gekonnt hätte. Ich hoffe, dass eine etwaige nächste Sammlung dann für einen Wiederaufbau der Ukraine sein kann.“

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