Rasanter Aufstieg für Eisenstädter Musik-Produzent. Simon Gradwohl kreiert Beats für Rap-Künstler. Die heißen Sommermonate verbringt der Eisenstädter im Studio in Berlin.

Von Daniel Hahofer. Erstellt am 05. August 2021 (03:56)

Vor knapp sechs Jahren begann der Eisenstädter Simon Gradwohl Musik zu machen. Mittlerweile sind seine Produktionen unter dem Künstlernamen „Lilah“ auf Streaming-Plattformen wie Spotify zu finden.

„2015 habe ich mein erstes Programm heruntergeladen und angefangen, damit zu experimentieren“, erklärt der 21-Jährige. „Damals hat mich interessiert, wie Musik entsteht. Ich habe dazu unzählige YouTube-Videos geschaut. So habe ich mich und meine Musik immer weiterentwickelt.“

 „Wenn ich motiviert bin, kommt das Beste raus. Erzwingen kann ich nichts.“ Hip-Hop-Producer Simon Gradwohl

 Früh lernte er den Berliner Rap-Künstler „Yin Kalle“ kennen. „Wir haben viel miteinander geschrieben und Ideen ausgetauscht. Schließlich verwendete er ein paar meiner Beats“, so Gradwohl. „Er betonte dabei immer: ‚Sollte ich damit groß werden, werde ich dafür sorgen, dass du bekommst, was du verdienst.‘“ Als der Name „Yin Kalle“ wenig später in der deutschsprachigen Szene immer bekannter wurde, vergrößerte sich auch Gradwohls Publikum. Folglich wurden auch weitere Künstler auf den jungen Burgenländer aufmerksam und traten mit ihm in Kontakt.

Der Eisenstädter setzt auf Qualität über Quantität: „Wenn ich viel Zeit und Lust habe, setze ich mich oft für mehrere Tage hin und mache Beats“, erzählt der aufsteigende Künstler. „Wenn ich motiviert bin, kommt das Beste raus. Erzwingen kann ich nichts“, fügt er hinzu.

Neben der Musikproduktion holt Gradwohl in der Abendschule seine Matura nach. Seine Sommerferien verbringt er seit letztem Jahr in Berlin. Dort arbeitet Gradwohl unzählige Stunden im Studio und knüpft weiter Kontakte in der deutschen Rap-Szene.

Seinen rasanten Aufstieg hat Simon Gradwohl seinem Arbeitswillen zu verdanken: „Ich bin immer drangeblieben, habe hart gearbeitet, viel produziert und immer versucht mir einen Namen zu machen“, so der Musiker. Auf der Musik-Streaming-Plattform „Spotify“ verbucht Gradwohl zwischenzeitlich knapp über 1.200 monatliche Hörer. „Mein Ziel war es schon immer gemeinsam mit anderen Künstlern zu wachsen und eng mit diesen zusammenzuarbeiten“, meint der Eisenstädter im Gespräch mit der BVZ. Deshalb möchte er auch einheimischen Namen zum Erfolg verhelfen: „In nächster Zeit stehen einige Projekte mit burgenländischen Rap-Musikern wie ‚timi‘, ‚7meta‘ und ‚Nicki Papa‘ auf dem Plan“, verspricht er. Auch Kooperationen mit Berliner Rappern kündigt Gradwohl an.