Tag der offenen Museums-Tür in Eisenstadt. Es war weniger los als im letzten Jahr, „relativ zufrieden“ ist man mit der Bilanz dennoch. Die Kultur-Branche muss im Corona-Modus eben genügsam sein.

Von Reinhold Woditsch. Erstellt am 29. Oktober 2020 (04:33)

Die burgenländischen Museen begingen am vergangenen Nationalfeiertag traditionellerweise den Tag der offenen Museumstür. Insgesamt 35 Museen, Sammlungen und Sonderausstellungen konnten Interessierte an diesem Tag kostenlos besuchen.

Obwohl die Veranstaltung von der Covid-19 Pandemie überschattet wurde, gibt sich die Leiterin des Ausstellungsmanagements Theresia Gabriel zufrieden: „In Eisenstadt waren das Landesmuseum und das Haydnhaus relativ gut besucht. Aufgrund der Coronakrise sind wie auch schon in den Monaten zuvor zwar die Gruppen ausgeblieben, dafür hat aber die Anzahl der österreichischen Individualgäste zugenommen.“

Smartphones statt Touchscreens

Durch die aktuelle Coronaregelung sind Gruppenführungen mit bis zu sechs TeilnehmerInnen erlaubt, die Zahl der Individualgäste ist allerdings nicht limitiert, so lange die Auflagen erfüllt werden: „Natürlich achten wir strengstens auf Abstand, Desinfektion, Registrierung der Gäste und das Tragen von Mund- und Nasenschutz,“ so Gabriel. „Die größte Herausforderung liegt derzeit bei unseren Mitmachführungen für Kinder. Dabei müssen Utensilien bereitgestellt werden, die jetzt vor jeder Benützung desinfiziert werden müssen.“

Betroffen von den neuen Regelungen sind außerdem Audioguides und Touchscreens. Diese werden gerade für Smartphones optimiert: „Zum Glück besitzen heute fast alle Gäste ein Smartphone und können die interaktiven Teile der Ausstellungen nun auch nutzen, ohne dass sie Leihgeräte benötigen,“ erzählt Gabriel weiter.

Kleinere Häuser.Etwas weniger los war im Jüdischen Museum (li.) sowie im Kunstverein. Hier erklärt Peter Menasse Besuchern wie Dario Brentin die Ausstellung und, dass Maskenpflicht und Corona wohl schon viele Leute abgeschreckt habe.
Markus Wagentristl

Sollten die Corona Regelungen so bleiben, wie sie derzeit sind, gibt es in der Landesgalerie Eisenstadt heuer noch zwei Termine für Filmbegeisterte. Am 20.11. wird der Klassiker „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ gezeigt und am 18.12. „Fahrenheit 451“ im Rahmen einer Oscar Werner Retrospektive. Durch die Abende wird der Schauspieler und Flimexperte Frank Hoffmann führen.