Postkarte brauchte nach Leithaprodersdorf sechs Jahre. Marianne und Georg Menitz bekamen vergangene Woche eine Ansichtskarte, die von ihren Verwandten bei einer Südafrika-Reise im Jänner 2013 in Kapstadt aufgegeben wurde.

Von Nina Sorger. Erstellt am 21. März 2019 (06:06)
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Verwundert. Georg Menitz (l.) und seine Mutter Marianne (r.) staunten nicht schlecht, als sie im Briefkasten die Ansichtskarte fanden, die Elisabeth und Edi Paur sechs Jahre zuvor in Südafrika abgeschickt hatten.
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Als Marianne Menitz am vergangenen Mittwoch ihre Post durchsah, staunte sie nicht schlecht: In ihrem Briefkasten fand sich eine Postkarte aus Südafrika, aufgegeben von Tochter Elisabeth und Schwiegersohn Edi Paur – am 2. Jänner 2013.

„Ich hab gedacht, ich seh nicht recht. Die beiden waren doch schon vor sechs Jahren in Afrika“, wundert sich Marianne Menitz, und ihr Sohn, Georg Menitz, ergänzt: „Mich hat gewundert, dass die Karte in einem einwandfreien Zustand war.“

Postkarte brauchte sechs Jahre Leithaprodersdorf
Überraschung. Marianne Menitz staunte, als sie auf der Rückseite der Karte las, dass diese von ihrer Tochter am 2. Jänner 2013 versendet wurde.
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Aufgegeben wurde die Karte in Kapstadt: „Wir haben zum 50er von der Familie und unseren Freunden Geld für eine Rundreise durch Südafrika geschenkt bekommen und an alle, die sich daran beteiligt haben, Ansichtskarten geschrieben. Alle anderen sind angekommen“, erzählt Elisabeth Paur.

Wo die Karte die vergangenen sechs Jahre verbracht hat, ist nicht klar: „Vielleicht hat sie einen Umweg gemacht, vielleicht ist sie aber auch in einem Postamt hier in der Nähe irgendwo dazwischengerutscht und wurde jetzt entdeckt“, so Georg Menitz, und Elisabeth Paur schmunzelt: „Eine Bekannte machte sich Sorgen, weil eine Karte aus dem Skiurlaub noch nicht angekommen ist. Ich hab ihr gleich gesagt: ,Keine Panik, du hast noch sechs Jahre Zeit‘.“