„SOS“: Ein Kraftakt für den „Erhalt des Neusiedler Sees“

Erstellt am 09. Juni 2022 | 05:54
Lesezeit: 3 Min
Die Organisatoren der 24 Stunden Burgenland Extrem Tour stachen am Pfingstsonntag erstmals mit der Lakemania in See. Lob für das Event gab es sogar vom Bundespräsidenten.
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„SOS Neusiedler See“ — diesem Warnruf will das Organisatoren-Trio hinter der 24 Stunden Burgenland Extrem Tour mit der Lakemania Nachdruck verleihen (mehr Infos dazu auch hier auf der Website der Tour).

Zur Rettung des Neusiedler Sees packten Michael Oberhauser, Josef Burkhardt und Tobias Monte am Pfingstsonntag und knapp 100 Teilnehmer ihre Kanus, Kajaks, SUP-Boards und sonstigen schwimmende Gefährte ein.

Der Weg war dabei das Ziel: 37 Kilometer ging es paddelnd und rudernd von Rust, nach Mörbisch bis zum Grenzstein, nach Illmitz, Podersdorf und schließlich wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Rust. Bestzeiten und Platzierungen spielen dabei keine Rolle, nicht einmal ob man die gesamte Runde mitmacht oder nur einen Teil.

„Es geht darum, auf die Austrocknung des Neusiedler Sees aufmerksam zu machen — mit einem Kraftakt, denn auch die Rettung des Sees wird ein solcher“, erklärt Organisator Michael Oberhauser.

„Das Austrocknen des Neusiedler Sees wird sehr emotional diskutiert. Das zeigt, dass uns der See am Herzen liegt.“ Michael Oberhauser Organisator der Lakemania

Der sinkende Wasserstand und die kontrovers geführte Diskussion um den geplanten Donau-Zufluss, würden zeigen, „wie wichtig ganz Österreich der Neusiedler See ist“. Immerhin hat sich sogar Bundespräsident in einer Videobotschaft an die Lakemania-Organisatoren und -Teilnehmer gewandt.

„Das Kürzel ,SOS Neusiedler See’ passt bedauerlicherweise nur zu gut zum historisch niedrigen Wasserstand dieses Naturjuwels. Das konnte ich selbst erst vor Kurzem bei einem Besuch im Burgenland gesehen“, so Van der Bellen. Bemühungen zur Rettung des Sees im Einklang mit seinem sensiblen Ökosystem seien unerlässlich.

Wie wichtig es ist, „nachhaltige Lösungen für das Problem zu suchen“, unterstreichen sowohl der Bundespräsident, als auch die Organisatoren und die Vielzahl an Teilnehmern. Oberhauser betont jedoch: „Wir sind sportbegeisterte Aktivisten, keine Biologen oder sonstige wissenschaftlichen Experten. Uns geht es darum, die Diskussion anzuregen und Ideen aufzuzeigen“, so Oberhauser.

Nach der erfolgreichen Premiere wollen Oberhauser, Monte und Burkhardt die Lakemania als jährlichen Fixpunkt am Pfingstsonntag etablieren — sofern der Wasserstand des Sees es auch in den kommenden Jahren noch zulässt.

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