Zweiter Begas-Prozess endete mit vier Schuldsprüchen. Der zweite BEGAS-Prozess ist am Mittwoch am Landesgericht Eisenstadt zu Ende gegangen. Ein Ziviltechniker wurde wegen Untreue zu 22 Monaten Haft, davon sechs unbedingt, verurteilt.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 27. Januar 2021 (17:20)
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Zuvor waren im Laufe des Prozesses bereits ein ehemaliger Manager der BEGAS, ein Baumeister und ein Baumanager zu teilbedingten Haftstrafen verurteilt worden, bestätigte ein Sprecher des Gerichts einen Bericht des "Kurier". Der Hauptangeklagte, Ex-BEGAS-Chef Rudolf Simandl, fehlte erneut.

Simandl war laut einem Gutachten aufgrund einer schweren Depression weiter nicht verhandlungsfähig. Ein Ex-Manager der BEGAS wurde bereits im November zu einer Zusatzstrafe von zehn Monaten bedingt verurteilt. Er hatte laut "Kurier" schon beim ersten Prozess 2016 eine Haftstrafe von 24 Monaten, davon acht unbedingt, bekommen. Der Baumeister wurde zu 18 Monaten, davon drei unbedingt, und der Baumanager zu 22 Monaten, davon vier unbedingt, verurteilt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Im Prozess ging es vor allem um eine im südburgenländischen Heiligenkreuz geplante, aber letztlich nie gebaute Reststoffverwertungsanlage. Dabei soll etwa ein überhöhter Planungsvertrag zu ungünstigen Konditionen vergeben worden sein. Außerdem sollen Bauarbeiten bei Simandl zu Hause "steuerschonend" durchgeführt und dem Ex-BEGAS-Chef nicht verrechnet worden sein.