Mit „Aktion 20.000“ Archäologin für Gemeinde gefunden. Gemeinde engagiert Wissenschaftlerin über „Aktion 20.000“, die archäologische Funde auswerten soll.

Von Nina Sorger. Erstellt am 10. Januar 2018 (04:27)
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Vor Weihnachten beschloss der Leithaprodersdorfer Gemeinderat die Einstellung einer besonderen Gemeindemitarbeiterin: Über die vom Sozialministerium initiierte „Aktion 20.000“ zur Beschäftigung von Menschen über 50 Jahre, die seit mindestens einem Jahr keine Arbeit haben, nimmt die Gemeinde eine Archäologin in ihren Dienst.

Bürgermeister Martin Radatz (ÖVP) erklärt: „Bei uns gibt es immer wieder intensive archäologische Grabungen und zahlreiche Funde. ‚Jeder Bauplatz wird vor der Erschließung vom Bundesdenkmalamt untersucht. Die Archäologin soll die Funde aufarbeiten.“

Violetta Reiter, die bereits bei den Grabungen am Geißbühel mitarbeitete, durch die Leithaprodersdorf als älteste urkundlich erwähnte Gemeinde des Burgenlandes identifiziert werden konnte, soll außerdem eine Broschüre über die Funde erarbeiten sowie eine Ausstellung vorbereiten.

Zeit hat sie bis zum Juni 2019, denn bis dahin werden die bisher im Zuge dieser Aktion entstandenen Jobs gefördert.

Denn obwohl die „Aktion 20.000“ von der neuen Bundesregierung mit 31. Dezember 2017 ausgesetzt wurde, wurde der bereits vor diesem Datum gestellte Leithaprodersdorfer Antrag noch positiv behandelt.