Neue Ausstellung: Geschichte in Fotos. Wulkaprodersdorf in den letzten 100 Jahren: Das zeigen fünf Wulkaprodersdorfer in einer Ausstellung ab Mitte August.

Von Sigrid Janisch. Erstellt am 22. Juni 2021 (06:39)
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Team. Die Idee zu einer Ausstellung, die alte und neue Ansichten von Wulkaprodersdorf zeigen, brachte Martin Zirkovits, Adolf Winkler, Johann Nabinger, Leo Szemeliker und Johann Wlaschitz zusammen.
Janisch, Janisch

In Wulkaprodersdorf wird derzeit eine besondere Ausstellung vorbereitet: Ab Mitte August sollen alte Fotos aus dem Ort gezeigt werden, aber auch Fotos, wie der Ort jetzt aussieht.

Die Idee hatten Johann Nabinger, Johann Wlaschitz, Martin Zirkovits und Adolf Winkler. Die Männer sammeln seit Jahren und Jahrzehnten alte Fotos oder Postkarten aus dem Ort. Oft fragen sie einfach bei der älteren Generation im Ort nach, ob es noch Fotos gibt. „Das 100. Jubiläum des Burgenlands bot nun die passende Gelegenheit, diese zu präsentierten“, erklärt Johann Nabinger. In der Ausstellung werden sowohl Fotos mit Personen, darunter eines der Musterung aus dem Jahr 1921, aber auch Ansichten von Häusern gezeigt. Zu Letzteren macht Johann Nabinger, Obmann des Naturfreunde Fotoclub Pannonia, Fotos, wie die Häuser jetzt aussehen. Diese werden im direkten Vergleich zu den alten Fotos, die er digitalisiert und neu ausdruckt, gestellt.

„Die meisten freuen sich, dass sich jemand für ihre Geschichte und die ihrer Familie interessiert“, stellt Winkler fest.

„Viele erklären als erste Reaktion wiederum ,Wir haben nix Besonderes‘ und wenn man dann die Fotos durchschaut, findet man immer etwas, etwa ein Foto der Milchgenossenschaft, die es heute nicht mehr gibt oder ein Foto zum 400. Jubiläum der Kroatenwallfahrt in Wulkaprodersdorf“, schmunzelt Johann Wlaschitz. Die Geschichte zu den Fotos steht für alle vier im Mittelpunkt. Mit der Ausstellung, die vor der Kirche unter freiem Himmel rund zwei Monate zu besichtigen sein wird, kann man auch „den Jüngeren zeigen, wie sich der Ort in den letzten 100 Jahren entwickelt hat und wie groß diese Entwicklung war“, so Wlaschitz weiter. Zweisprachige Texte (deutsch und kroatisch) erklären das Abgebildete. Diese Texte verfassen Zirkovits und Leo Szemeliker.