„Tag der Paradeiser“: Leithaland Gemüse im Mittelpunkt. Der innovative landwirtschaftlicher Betrieb stand im Zentrum der Aufmerksamkeit am „Tag der Paradeiser“.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 18. August 2019 (06:25)
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Bauern-Duo mit Bürgermeister Martin Radatz, LK-Präsident Niki Berlakovich, LK-Kammerrat Georg Menitz.

0,8 Hektar ist in vielen Teilen Österreichs eher eine größere Hauseinfahrt denn eine funktionierende Landwirtschaft. In Leithaprodersdorf schon. Und wie sie funktioniert. Davon überzeugte sich der Präsident der Landwirtschaftskammer, Nikolaus Berlakovich Anfang August beim „Leithaland Gemüse“.

Von den drei Gründern, Michael Konstanzer, Andreas Graf und Alfred Reder, können zwei schon von den Erträgen leben. „Die Familie muss natürlich trotzdem zusammenhelfen“, lacht Michael und schaut sich um.

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Großfamilie. Andreas Graf, Andrea, Julia, Michael Konstanzer, Brigitte Anton, Barbara Konstanzer.

Im Gegensatz zum Acker ist die Familie dafür sehr groß. Und die Größe braucht es auch: „Wir versuchen auf maschinelles Gerät zu verzichten“, erklärt Andreas die Philosophie. „Die verdichten das Erdreich der Felder und wir brauchen erst wieder schweres Gerät um Nährstoffe und Wasser effektiv in die Erde zu bekommen.“ Die Drei bearbeiten ihr Feld tatsächlich mit der Hand. Das lässt die 0,8 Hektar wiederum ziemlich groß erscheinen.

Handgemachte Paradeiser

Die Mühe der Handarbeit ist es allerdings wert. Jedenfalls bestehen die Paradeiser den Geschmackstest. Und zwar alle der 20 extra für den „Tag der Paradeiser“ (8. August) aufdrapierten Sorten. „Toll, was ihr hier alles für Sorten habts im Norden“, staunt da der Mittelburgenländer Berlakovich nicht schlecht.

Bürgermeister Martin Radatz hat sich einstweilen im Hintergrund aufgehalten. Sein Lächeln bestrahlt ohnehin das ganze Gewächshaus. „Wir sind alle sehr stolz drauf, was für eine Qualität aus Leithaprodersdorf kommt“, freut er sich. Die Burschen seien sofort von den Heurigen und des Ortes unterstützt worden, keiner habe den Zugang als „Hippietum“ gemieden. „Im Gegenteil: Die ganze Region kauft hier ein!“

Die ganze Region kann sich auf den Wochenmärkten in Eisenstadt und Hornstein sowie natürlich ab Hof von der Qualität überzeugen. Es gibt sogar ein Abo-Modell.