Keine Förderung für Gemeindeprojekt. Loretto investierte rund 120.000 Euro für die jährlich tausenden Besucher. Finazielle Unterstützung erhielt sie aber kaum.

Von Sigrid Janisch. Erstellt am 28. März 2021 (04:23)
Errichtet. Vor der Basilika in Loretto wurde kürzlich eine neue WC-Anlage für die jährlich tausenden Besucher der Basilika und Märkte errichtet.
ZVg/Gemeinde Loretto, ZVg/Gemeinde Loretto

Eines der größten Projekte für die Gemeinde Loretto befindet sich in der Endphase: Am Hauptplatz vor der Basilika wird ein neues öffentliches WC errichtet.

Mit einer Investitionssumme von rund 125.000 Euro war das Projekt für die kleine Gemeinde nicht leicht umzusetzen, vor allem da „Loretto kein Cent an Fördergeld aus EU-Mittel und sonstigen Stellen zugesprochen wurde. Das Projekt wurde von allen Stellen abgelehnt“, erzählt Bürgermeister Markus Nitzky (ÖVP).

Man erhielt nur aus der „Gemeindemilliarde“ eine Unterstützung von 49.691 Euro. Der Rest wurde durch die Diözese, dem Pfarrgemeinderat, die Gemeinde (mit jeweils 20.000 Euro), dem Tourismusverband Eisenstadt mit 4.000 Euro und 11.000 Euro aus den Bedarfszuweisungen der Gemeinde finanziert. „Nach zwei Jahren Planung und Ansparen konnte Loretto dieses wichtige Projekt für die Besucher der Basilika und der Märkte sowie die Tagestouristen umsetzen“, freut sich Nitzky daher umso mehr, dass das Projekt nun umgesetzt werden kann.

Jedes Jahr besuchen bei diesen Anlässen mehrere Tausende die mit 470 Einwohnern kleinste Gemeinde des Bezirks.

Vollautomatisch und behindertengerecht

Die neue WC-Anlage ist nun auch behindertengerecht. Das sei bei der alten Anlage ein großes Manko gewesen, so Nitzky. Außerdem werden noch im April Poller entlang des Weges zum WC errichtet.

Die bisherige Anlage aus den 1970er Jahren ist nach einem Wassereinbruch und defekten Leitungen in einem desolaten Zustand.

Daher entschied man sich für eine vollautomatische Toilettenanlage der Tiroler Firma Bioline. Diese ist beheizt und „steht jetzt auch im Winter für die Benützung zur Verfügung“, erzählt Nitzky. In die Vorbesprechungen wurden Vertreter der Diözese, des ansässigen Ordens und der Pfarrgemeinderat miteinbezogen.

Die Firma Bioline aus Tirol bietet Toiletteanlagen, die allen Anforderungen der Gemeinde entsprechen. „Die Toiletten sind mit 15 Quadratmetern platzsparend, verfügen über eine automatische Reinigung und sind sicher gegen Vandalismus und verfügt über eine Heizung, womit auch im Winter der Betrieb möglich ist“, erklärt Nitzky.

Für die Benützung der WC-Anlage werden 50 Cent verrechnet, das Pissoir ist kostenlos.

Auch an die Zukunft wurde gedacht. Neben den notwendigen Leitungen, wurde auch eine Leerverrohrung für eine mögliche zukünftige Elektrotankstelle zum ersten Parkplatz neben der WC- Anlage gelegt.

Bis Redaktionsschluss gab es keine diesbezüglichen Stellungsnahmen der Förderstellen.