St. Margarethener Wolf in aller Munde. Während DNA-Proben des Wolfs untersucht werden, werden Vermutungen über Raubtier angestellt und Internet-Scherze gemacht.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 01. April 2017 (06:08)

Die Untersuchungen von DNA-Proben des in St. Margarethen gesichteten Wolfes, der vor zwei Wochen ein Hirschkalb gerissen hat ( die BVZ berichtete, siehe hier und unten), laufen. „Dabei soll geklärt werden, woher der Wolf kommt“, weiß Jürgen Schindler von der Jagdgesellschaft der Urbarialgemeinde St. Margarethen.

Josef Sodfried, Jagdleiter der Siegendorfer Puszta, vermutet, „dass er ausgesetzt wurde oder aus einem Gatter ausgekommen ist.“ Wolfsexperte Georg Rauer vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie dazu: „Ich glaube nicht, dass der Wolf ausgesetzt wurde. Aber da der Wolf schon seit vier Monaten in diesem Gebiet ist, wächst die Chance, dass er bleibt.“

Wolfssichtungen gab es laut Schindler auch in Ungarn: „Es wird gerätselt, ob es ein zweiter Wolf ist, aber das glaube ich nicht.“ Rauer meint: „Das Revier eines Wolfsrudels kann 300 Quadratkilometer umfassen, es gibt aber auch einzelne Wölfe, die ein so großes Gebiet durchstreifen.“ Das Ergebnis der DNA-Untersuchung wird in zwei Wochen erwartet.

Für Spaziergänger und Jäger gilt: „Keine Angst vorm bösen Wolf“. Denn: „Der Wolf ist scheu, daher wird man ihn kaum sehen. Wenn doch, einfach ruhig bleiben, der Wolf zieht sich zurück“, rät Rauer.

Auf Facebook nimmt man das Auftauchen des Raubtieres indes mit Humor und spielt mittels Fotomontagen auf diverse Monsterszenarien an (siehe Fotoserie oben).

Wolfs-Chronik

  • Mitte November 2016 taucht der Wolf erstmals auf Fotos auf.
  • Am 3. Dezember 2016 wird er von Jürgen Schindler gesichtet.
  • Vor zwei Woche reißt er ein Hirschkalb und hinterlässt DNA.