Missbrauch: Lions organisierten Theater in Siegendorf. In der Volksschule Siegendorf ging ein Projekt des Lions Clubs zum Thema „Mein Körper gehört mir“ über die Bühne.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 16. Februar 2020 (06:10)
Hilfe. Helmuth Koch vom Lions Club mit Psychotherapeutin Ingrid Pirker, Direktorin Rita Stenger, Margit Vlasits und Ute Pointner vom Elternverein, Silvia Mühlgaszner und Schauspielern Ursula und Florian (v.l.).
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Jedes vierte Mädchen, jeder achte Bub ist von sexuellem Missbrauch betroffen. 90 Prozent der Täter finden sich im familiären Umfeld, nur zehn Prozent sind Fremdtäter. Durchschnittlich muss ein betroffenes Kind neun Mal um Hilfe bitten, bevor es Hilfe bekommt.

Der Lions Club Eisenstadt hat sich daher bereits seit dem Jahre 2011 dem Kampf gegen den sexuellen Missbrauch an Kindern verschrieben und mit dem theaterpädagogischen Präventionsprogramm „Mein Körper gehört mir“ viele Kinder, Eltern und Lehrer erreicht. Nun organisierte der Lions Club in der Volksschule Siegendorf eine Veranstaltung zum Thema.

Diesmal folgten insgesamt 30 TeilnehmerInnen aufmerksam den Darbietungen der beiden Schauspieler. Nach der Vorstellung erläuterte die Psychotherapeutin die Hintergründe und die richtige Vorgangsweise bei derartigen Vorfällen und stellte sich den Fragen der Eltern und Lehrer.

Wesentlicher Punkt für die Kinder: Sie sollen sich eine Liste von Ansprechpartnern erstellen, an die sie sich im Notfall wenden können. Für die Eltern war es ein sehr interessanter und aufschlussreicher Abend, in dessen Rahmen ganz deutlich wurde, wie wichtig es ist, unsere Kinder zu unterstützen, wenn es darum geht, rechtzeitig „nein“ zu sagen. Die beiden Schauspieler machten Übergriffe jeglicher Art sichtbar und gaben praktikable, leicht zu merkende Tipps.