„Jones“ wird saniert: Eisenstädter Shop bleibt offen. Die Rose GmbH, die die Modekette Jones betreibt, ist in die roten Zahlen geschlittert. Jones hat die Einleitung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverantwortung beim Handelsgericht Wien eingebracht.

Von Doris Fischer. Update am 02. Oktober 2019 (12:48)
Doris Fischer
Jones bleibt in der Markhl-Gasse geöffnet. Foto: Doris Fischer

Das Handelsgericht Wien hat über das Vermögen der Rose GmbH., Betreiber der Jones Modefachgeschäfte, das Sanierungsverfahren ohne Eigenverantwortung eröffnet. Österreichweit sind 36 Filialen _ ohne Franchisenehmer - mit 180  Dienstnehmern betroffen. Laut Kreditschutzverband belaufen sich die Ausstände auf 7,5 Millionen Euro.

Ersten Informationen zufolge sollen voraussichtlich drei bis vier Filialen in Österreich geschlossen werden. Welche das sein werden, entscheidet der Masseverwalter in nächster Zeit. Eisenstadt dürfte entgegen ersten Gerüchten bestehen bleiben.  Die Filialen bleiben weiter geöffnet.

Fortschreitende Globalisierung der Modeindustrie, neue Online-Konkurrenz, Preisverfall und geändertes Konsumverhalten haben die Modebranche in den vergangenen Jahren verändert.

Geschäftsführer Gabor Rose: „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir kämpfen als österreichisches Familienunternehmen in einem immer schwieriger werdenden Markt in Konkurrenz vor allem auch gegen internationale Großkonzerne. Nur dank unserer treuen Stammkunden, unserer engagierten Mitarbeiter und großartiger Partner, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben, konnten wir so lange am Markt bestehen. Nun sind wir an einem Punkt angelangt, wo man als verantwortungsvoller Unternehmer die Unterstützung eines gesetzlichen Sanierungsverfahrens beantragen muss, um in dieser Branche weiter bestehen zu können.“

Die daraus resultierenden Beendigungskosten für Personal, Mieten inklusive Schadenersatzansprüche aus der vorzeitigen Beendigung werden laut Kreditschutzverband 1870  mit 1,1 Millionen Euro angesetzt.

Die Gesamtverbindlichkeiten werden mit rund 7,5 Millionen Euro vom Kreditschutzverband 1870 angegeben, davon entfallen 2,1 Millionen Euro auf Lieferantenverbindlichkeiten und rund 3,9 Millionen auf Bankverbindlichkeiten. Gläubiger können ihre Forderungen über den Kreditschutzverband noch bis 26. November anmelden. Dem Kreditschutzverband liegt ein Sanierungsplanvorschlag der Rose GmbH. vor. Wie es letztendlich mit dem Unternehmen weitergeht, soll in den nächsten Wochen entschieden werden.