Schulstart mit Corona: Die Schulen sind gerüstet. In der Volksschule Mörbisch sieht man sich für das kommende Schuljahr gerüstet. Der Babyelefant bleibt auch ab September in den Klassen.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 30. August 2020 (05:13)
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Vorbereitet. Luise Feiler, Direktorin der Volksschule Mörbisch.
zVg

Auf die Schüler des Landes kommt ab September ein weiteres ungewöhnliches Schuljahr zu. Ganz neu sind die Rahmenbedingungen für die Kinder und Jugendlichen aber nicht mehr.

„Wir haben vor, genau so wie wir im Juni geendet haben im September weiterzumachen“, erklärt Luise Feiler, Direktorin der Volksschule Mörbisch. Das heißt: Vor dem Eintreten Hände desinfizieren, Körperkontakt vermeiden und möglichst viel Outdoor-Aktivitäten. Neu ist allerdings, dass die Maskenpflicht in Schulen fällt. Die Pausen finden gestaffelt statt, entweder haben die ersten und zweiten oder die dritten und vierten Klassen Zeit zum Essen und Austoben. Der Pausenhof wird dafür in Sektoren unterteilt. „Die Gruppen sollen sich nicht vermischen“, erklärt Feiler. So kann eine mögliche Erkrankung nicht von einer auf die andere Gruppe übertragen werden. In der Volksschule Mörbisch ist das kein Problem, „unser Schulhof ist so groß, wenn dort zwei Klassen Pause machen, kommen sie sich gar nicht in die Quere.“

Möglichst viel ins Freie verschieben

Sofern der Stoff es zulässt, soll der Unterricht möglichst viel im Freien stattfinden. Der Turnunterricht findet im September möglichst nur im Schulhof statt, „dort haben wir genug Platz und zahlreiche Geräte. Aber wir müssen natürlich hoffen, dass das Wetter mitspielt“, so die Direktorin. „Andererseits sind wir flexibel, wenn es am Montag regnet, verschieben wir die Outdoor-Einheiten eben auf Dienstag.“ Der Vorteil in den Volksschulen sei, dass die Lehrer alle Fächer unterrichten und daher flexibler seien als in Mittelschulen oder Gymnasien. Der Musikunterricht soll zum Teil ins Freie verlegt werden, zumindest beim Singen. „Aber Musikunterricht ist nicht nur Singen. Instrumentenkunde können wir natürlich in den Klassenräumen machen“. In allen Fächern gilt: „Abstand halten! Der Babyelefant bleibt auch im September noch bei uns“, betont Feiler.

Die Kommunikation mit der Bildungsdirektion in Eisenstadt läuft „sehr gut. Wir haben für den Schulstart einen genauen Rahmenplan zur Orientierung erhalten.“ Einen Vorteil hat der Lockdown mit den damit verbundenen Maßnahmen jedenfalls gebracht: Die Digitalisierung schritt wegen der Krise schnell voran, da Lehrer, Schüler und Schulleiter mit „distance learning“ ins kalte Wasser gestoßen wurden. Da die Kinder aber vor dem Lockdown schon regelmäßig mit iPads und online Übungen in der Klasse gearbeitet haben, konnte die 3. und 4. Klasse sofort auf digitalen Fernunterricht umstellen. Die Lernplattform Skooly ist im Schulalltag mittlerweile in allen Klassen angekommen. „Wir werden regelmäßig Online-Aufgaben vorgeben, damit die Kinder nicht aus der Übung kommen. Sollte ein Notfall eintreten, können wir sofort auf ,distance learning´ umstellen“, betont Feiler die positiven Auswirkungen der Krise.

Nächste Woche werden bei einer Konferenz die letzten Weichen für den Schulstart gestellt.