Kurioses Job-Ende für Seebad-Chef Mahr. Seebad-Geschäftsführer bat neuen Ortschef Binder (ÖVP) um Dienstauflösung. Dies geschah bereits durch Vorgänger Marx (SPÖ).

Von Nina Sorger. Erstellt am 15. Januar 2018 (06:05)
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Aufgelöst. Der ehemalige Bürgermeister und jetzige Vize Jürgen Marx (l.) hat Peter Mahr (r.) 2015 angestellt und unterschrieb noch vor Binders Amtsantritt „für alle Fälle“ die einvernehmliche Kündigung. Foto: Gemeinde Mörbisch
Gemeinde Mörbisch

Die Gemeinde Mörbisch sieht sich demnächst nach einem neuen Geschäftsführer für das Seebad um. „Schon vor der Gemeinderatswahl haben wir Peter Mahr als Geschäftsführer für fragwürdig erachtet“, so der jetzige Bürgermeister Markus Binder (ÖVP), der seit Anfang November im Amt ist.

Marx: „Schreiben für alle Fälle unterschrieben“

Das Dienstverhältnis mit Mahr, der seit Februar 2015 die Geschäfte des Seebades führte und für die SPÖ im Gemeinderat sitzt, wurde einvernehmlich gelöst – allerdings bereits von Binders Vorgänger Jürgen Marx (SPÖ).

Suchend. Bürgermeister Markus Binder (ÖVP) braucht neuen Seebad-Geschäftsführer. Foto: ÖVP
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„Peter Mahr hat mich von sich aus um eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses gebeten, weil er einen neuen Job in Aussicht hätte. Ich musste noch einiges klären, aber nach zwei Wochen ist er mit einem Schreiben gekommen, laut dem das Dienstverhältnis bereits gelöst wurde – und zwar bereits vom ehemaligen Bürgermeister einen Tag vor meiner Angelobung“, wundert sich Binder: „Ich fühle mich schon an der Nase herumgeführt und verstehe auch nicht, was das soll.“

Der ehemalige Ortschef und jetzige Vize Marx erklärt hierzu: „Das Schreiben wurde für alle Fälle vorher angefertigt und von mir und Bettina Zentgraf vom Tourismusverband als Gesellschafterin unterschrieben. Peter Mahr wollte das eigentlich mit dem neuen Bürgermeister klären, aber da nach Wochen noch keine Entscheidung kam, hat er dieses Schreiben vorgelegt.“

Inklusive Kündigungsfrist dauert das Dienstverhältnis von Mahr noch bis Ende Februar. Die Gemeinde – deren Tochtergesellschaft die Seebadgesellschaft ist – will nun den Posten des Geschäftsführers neu ausschreiben.

Dabei soll sich einiges ändern: „Der neue Geschäftsführer soll nur noch für 20 Stunden angestellt werden“, so Binder: „Allerdings gibt es bereits Gespräche mit dem Tourismusbüro, dass dieses Arbeiten übernimmt, betreffend Marketing, Erstellung von Prospekten und Flyern, Medienarbeit. Da kann man ein paar Stunden einsparen.“