Mörbisch

Erstellt am 07. April 2018, 17:42

von Nina Sorger

Schönberger vs. Pfarre: Zwist um Weingärten. Zwei Weingärten sind der Anlass für einen Streit zwischen dem ehemaligen EAV-Saxophonisten Günther Schönberger und der katholischen Pfarre Mörbisch. Seinem Unmut machte Schönberger, der seit 1991 in Rust, Oggau und Mörbisch Weingärten besitzt, nun in einem Offenen Brief an Ortspfarrer Johannes Salzl Luft.

Günther Schönberger  |  Günther Schönberger

Gegenstand des Streits sind zwei Weingärten in den Rieden Kräften und Oberer Seeacker, die Schönberger seit Oktober 2002 gepachtet hat. Dieser Vertrag lief mit September 2017 aus. „Dass [...] einer Verlängerung von Ihrer Seite nicht zugestimmt wurde, muss ich wohl hinnehmen“, so Schönberger in dem Offenen Brief. Allerdings verlangt die Pfarre, dass die Weingärten gerodet werden. So steht es im Pachtvertrag.

Doch, so Schönberger: „Es ist eine Vernichtung von Leben und eine Vernichtung von Kultur. Die Weinstöcke haben mit ihren fast 40 Jahren noch nicht einmal die Hälfte ihrer Lebensdauer hinter sich. Die Weingärten selbst wurden von Beginn an biodynamisch bewirtschaftet. Über die gekelterten Weine aus diesem Garten freut sich nicht nur Ihre Gemeinde beim Pfarrfest, sondern sie werden von Menschen aus aller Welt getrunken.“

"Zugesagte Rückrufe blieben aus"

Schönberger wollte dies mit dem Pfarrer besprechen. „Über Wochen hinweg war das jedoch nicht möglich“, so der Musiker, der erklärt er habe den Seelsorger „weder persönlich, noch telefonisch“ erreicht. „Selbst die zugesagten Rückrufe blieben aus“, so Günther Schönberger, der den Grund erfahren möchte warum der Pachtvertrag nicht verlängert wurde.

Der Winzer glaubt nicht, dass es am Pachtzins liegt, mit dem er „einmal im Rückstand gewesen“ sei, „als der Frost einen großen Teil der Ernte hinwegraffte“. Denn der Rückstand sei längst bezahlt, und „mein Angebot steht, die Pacht zukünftig ein Jahr im Voraus zu bezahlen“.

Pfarrer Johannes Salzl war für eine Stellungnahme bisher nicht erreichbar.