Seefestspiele: Abgabe geht ans Seebad. Lustbarkeitsabgabe in Mörbisch entfällt künftig. Seefestspiele zahlen stattdessen Infrastrukturbeitrag an Seebad.

Von Nina Sorger. Erstellt am 16. Januar 2017 (05:33)
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Neuregelung. Seefestspiele zahlen künftig einen Infrastrukturbeitrag.
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Mörbischer Veranstalter und Gastronomen müssen künftig keine Lustbarkeitsabgabe mehr an die Gemeinde zahlen, wenn sie ein Fest veranstalten. Die entsprechende Verordnung wurde im Vorjahr aufgehoben. Der Grund: „Die Einhebung der Lustbarkeitsabgabe war immer ein Mordsaufwand und brachte der Gemeinde von den Gaststätten nicht mehr als 1.000 bis 2.000 Euro im Jahr“, so Bürgermeister Jürgen Marx (SPÖ).

Zwei Euro pro verkaufter Karte

Doch der eigentliche Riese bei der Lustbarkeitsabgabe sind die Seefestspiel Mörbisch: Hier erhielt die Gemeinde bisher pro verkaufter Karte zehn Prozent des Ticketpreises – laut Gemeinde waren dies pro Jahr rund 270.000 Euro.

Warum man künftig darauf verzichten will, erklärt Marx so: „Dieser Betrag floss als Subvention wieder zurück und blieb nicht im Budget. Damit wurde quasi das Budget künstlich aufgeblasen, und wir mussten höhere Sozialabgaben zahlen. Künftig zahlen die Seefestspiele stattdessen einen Infrastrukturbeitrag.“ Pro verkaufter Karte gehen künftig zwei Euro an die Mörbischer Tourismus BetriebsgesmbH. „Dieser Beitrag wird direkt für die Instandhaltung des Parkplatzes beim Seebad und den Seefestspielen verwendet“, so Marx.

Die Veranstalter diverser Volksmusik- und Schlagerevents auf der Seebühne müssen keinen Infrastrukturbeitrag zahlen. Von ihnen wurde aber auch in den vergangenen Jahren keine Lustbarkeitsabgabe eingehoben: „Das war schon in der Vergangenheit so ausgemacht, da sich für uns eine hohe Umwegrentabilität ergibt, weil die Besucher auch im Ort konsumieren“, so Marx.