Vorfall in Kindergarten spaltet Gemeinde. Die möglichen Übergriffe unter Kindern im Mörbischer Kindergarten polarisieren in der Gemeinde. Auch auf der BVZ-Facebookseite gingen die Meinungen auseinander.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 19. Februar 2020 (06:05)
Übergriffe. Im Kindergarten von Mörbisch soll es bereits im Herbst zu Übergriffen unter Kindern gekommen sein.
WP

Die Vorfälle im Kindergarten sind weiterhin Thema Nummer eins in der Seegemeinde. Die Meinungen gehen allerdings weit auseinander.

Offizielle Informationen zu den Geschehnissen sind weiter rar. Die in einigen Medien kolportierte sexuelle Komponente der Vorfälle im Kindergarten wird nach wie vor von keiner offiziellen Stelle bestätigt.

Das Thema polarisiert im Ort und auch auf der Facebookseite der BVZ unterdessen weiter. Von „wird schon nicht so schlimm sein“ und „früher war‘s auch nicht anders“ bis „wenn ihr wüsstet, was wirklich passiert ist“ und ähnlichen Äußerungen war alles dabei. Auch an der Berichterstattung über Gewalt unter Kindern generell schieden sich die Geister.

Positives Feedback für den Kindergarten

Nachdem die BVZ die Vorfälle aufgriff, meldeten sich auch einige Eltern, die anonym bleiben wollen. Gemeinsam haben die Meldungen eines: Grundsätzlich wurde der Kindergarten und das Personal in den Anrufen und Leserbriefen an die BVZ durchwegs positiv beurteilt.

Eine Mutter sprach sogar von einem „Musterkindergarten“. Auch die Schritte, die man in Gemeinde und Kindergarten ergriffen hat, um derartige Ereignisse in Zukunft zu vermeiden, werden dabei großteils als hilfreich angesehen. So würden die Kinder nun etwa vermehrt lernen, wo sie ihre körperlichen Grenzen ziehen und sagen „das geht mir zu weit“.

Andererseits soll es aber bereits zu Abmeldungen gekommen sein. Einige Kinder würden nicht mehr am Mittagessen teilnehmen, so eine Mutter.

Von Land, Gemeinde und Kindergarten gibt es weiterhin keine Informationen zu den Vorfällen. Bürgermeister Markus Binder ersucht lediglich die Eltern sich mit Anliegen und Beschwerden „an Kindergarten oder Gemeinde zu wenden.“