Neuer Roman über Islam von Jasmin Thoma. Die Müllendorferin Jasmin Thoma stellt ihren zweiten Roman, den sie der Situation von Ex-Muslimen widmet, vor.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 09. November 2019 (05:51)
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Vorgestellt. Jasmin Thoma mit ihrem zweiten Roman „Der Ungläubige“.

„Der Ungläubige“ ist der Titel des zweiten Romans von Jasmin Thoma. Darin behandelt sie die prekäre Lage des Ex-Moslems Amir, der seine liberalen Ideen, seinen Abfall vom Glauben und seine Beziehung zu einer Österreicherin vor seiner fundamentalistischen Familie verbergen muss, während ihn andere, wie der rechtskonservative Vater seiner Freundin, weiterhin als Moslem und potenzielle Bedrohung betrachtet.

Bachelor-Arbeit war Stein des Anstoßes

Die Müllendorferin schreibt seit ihrem zwölften Lebensjahr Geschichten. 2017 wurde ihr erstes Buch unter dem Titel „Ohne Identität“ veröffentlicht. Auf die Situation von muslimisch erzogenen, aber sich von der Religion abgewendeten Menschen aufmerksam geworden ist Jasmin Thoma im Zuge ihres Kultur- und Sozialanthropologie-Studiums an der Universität Wien.

So beschloss die 24-jährige Autorin, ihre Bachelor-Arbeit der Situation von Ex-Muslimen in westlichen Ländern zu widmen. „Bei der Recherche bin ich auf sehr viele individuelle Geschichten gestoßen, doch die grundlegenden Probleme waren immer wieder die gleichen“, schildert Jasmin Thoma ihre Erkenntnisse. Während sie für ihre Bachelor-Arbeit recherchierte, entschied sie, ihr nächstes Buch diesem Thema zu widmen.

„Ich hoffe, damit einen kleinen Beitrag dazu leisten zu können, mehr Bewusstsein für die spezifischen Probleme von Ex-Muslimen zu schaffen“, wünscht sich die junge Autorin.