Trausdorf: Schlägerei weiter ungeklärt

Eskalation nach Zeltfest: Gäste aus Deutschland sollen Opfer verletzt haben.

Erstellt am 14. Januar 2022 | 05:21
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Gewalt Faust Schlägerei
Foto: NOEN, www.BilderBox.com

Nach dem Besuch des Trausdorfer Zeltfestes war im August 2018 ein damals 26-jähriger Wiener schwer verletzt worden. Er hatte eine Gruppe junger Männer zur Rede gestellt, von denen einer zuvor die bei der Magdalenakapelle platzierte Skulptur „Weizenkorn“ in die Wulka geworfen hatte.

Der Streit mit den Männern, die am Weg zur Busstation in der Hauptstraße gewesen waren, eskalierte. Zwei Männer sollen ihren Freund geschlagen haben, erzählte später die beim Vorfall anwesende Freundin des Verletzten bei der Polizei. 2019 standen in der Sache zwei Männer vor Gericht: Ein deutscher Staatsbürger gab zu, die Skulptur in die Wulka geworfen zu haben.

Für die Verletzungen des Wieners, der einen Bruch einer Hand und eines Fußes sowie Platzwunden erlitten hatte, sei er nicht verantwortlich. Für die begangene Sachbeschädigung erhielt dieser Mann eine Diversion.

Freigesprochen wurde ein Mann aus dem Bezirk Eisenstadt, der glaubhaft machen konnte, sich nicht am Tatort befunden zu haben. Der Angeklagte aus Deutschland nannte die Namen jener Freunde, mit denen er im Sommer 2018 das Zeltfest in Trausdorf besucht hatte.

Diese vier Männer im Alter zwischen 22 und 25 Jahren mussten sich am Dienstag dieser Woche vor Richterin Gabriele Nemeskeri verantworten. Zwei Männern wurde vorgeworfen, für die schweren Verletzungen des Wieners verantwortlich zu sein. Die zwei anderen hätten tatenlos zugesehen und nicht eingegriffen.

Drei Angeklagte bekannten sich nicht schuldig. Einer gab zu, dem Wiener einen Faustschlag versetzt zu haben. Dieser habe aber zuvor seinen Freund geschlagen, dem er zur Hilfe gekommen sei. Für zwei Angeklagte endete das Verfahren nun mit einem Freispruch, weil sie von den Tätlichkeiten nichts mitbekommen hatten.

Gegen die beiden anderen wurde das Verfahren vertagt, weil per Gutachten geklärt werden soll, ob sich der Wiener den Bruch der Hand bei der Schlägerei selbst zugezogen haben könnte.