Bahnübergang in Eisenstadt wird beschrankt. Der unbeschrankte Bahnübergang in Eisenstadt, bei dem ein Unfall im September zwei Menschenleben forderte, soll eine Schrankenanlage erhalten.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 24. November 2020 (12:11)
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Das ist das Ergebnis eines Treffens von Vertretern des Landes Burgenland, der Stadt Eisenstadt und der ÖBB, teilte die Bahn am Dienstag in einer Aussendung mit. Als Sofortmaßnahme für eine verbesserte Sichtbarkeit soll die bestehende Lichtzeichenanlage bereits am Mittwoch mit LED-Technologie ausgerüstet werden.

Die Kosten für die Verbesserung der Lichtzeichenanlage tragen zu 100 Prozent die ÖBB, hieß es. Die Umrüstung in eine Lichtzeichenanlage mit Schranken soll dann bis spätestens Ende November 2022 erfolgen.

"Für die ÖBB ist die Sicherheit im Verkehr ein oberstes Gebot, weshalb wir österreichweit jährlich 25 Millionen in die Verbesserung der Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen investieren. Auch an diesem Bahnübergang in Eisenstadt setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern Maßnahmen zur Verbesserung der Situation", erläuterte Friedrich Janka von der ÖBB-Infrastruktur AG.

"Mir war es wichtig, dass nach dem tragischen Unfall Ende September rasch gehandelt wird", betonte Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ): "Mit der Aufrüstung der Lichtzeichenanlage auf LED-Technik setzen wir nunmehr zügig einen ersten wichtigen Schritt, um die Sicherheit an der Eisenbahnkreuzung Eisbachstraße weiter zu erhöhen."

"Mit dieser neuen Lichtzeichenanlage wird der letzte unbeschrankte Bahnübergang entschärft. Das Ziel für die Stadt ist aber weiter klar: Wir wollen dort so rasch wie möglich eine Schrankenanlage", stellte Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) fest.

Pro Jahr investieren die ÖBB rund 25 Millionen Euro in die Verbesserung der Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen. Seit 2000 wurde die Zahl der Bahnübergänge nahezu halbiert - österreichweit von rund 6.100 auf rund 3.100. Im Burgenland gibt es aktuell 107 Bahnübergänge im Streckennetz der ÖBB, von denen 80 technisch gesichert und 27 nicht technisch gesichert sind.