Wallner wird Direktorin der Neufelder NMS

Nach einem Formalfehler wurde die Direktorenstelle ein zweites Mal ausgeschrieben: Ursula Wallner setzte sich im zweiten Anlauf gegen Johannes Docekal durch.

Doris Fischer
Doris Fischer Erstellt am 11. Juni 2020 | 04:13
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Nachbesetzung - Wallner wird Direktorin der Neufelder NMS
Entschieden. Ursula Wallner (links) wird Schulleiterin, Hannes Docekal ging leer aus.
Foto: zVg

Nach längeren Diskussionen und im zweiten Anlauf konnte die Direktorennachbesetzung in der Neuen Mittelschule Neufeld (NMS) zu einem Ende geführt werden. Aufgrund eines Formalfehlers musste die Stelle ein weiteres Mal ausgeschrieben werden.

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Entscheidung. Ursula Wallner wurde mit 1. Juli mit der Schulleitung der NMS betraut.
zVg

„Die Entscheidung ist gefallen“, lässt Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz auf BVZ-Anfrage wissen. Zwei Kandidaten hatten sich für die Stelle beworben: der interimistische Schulleiter und langjährige Lehrer Johannes Docekal sowie Ursula Wallner, Lehrerin an der NMS Schattendorf (Bezirk Mattersburg).

„Ursula Wallner wird mit 1. Juli zur neuen Direktorin bestellt“, bestätigt Bildungsdirektor Zitz und ergänzt: „Es ist dies die Entscheidung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, der der Empfehlung der Auswahlkommission Folge leistet.“

Leer ausgegangen ist hingegen der bisherige Schulleiter Johannes Docekal. „Ich habe gestern das Schreiben der Bildungsdirektion erhalten“, zeigt sich der bisherige interimistische Schulleiter Johannes Docekal über die Entscheidung überrascht und zugleich verwundert.

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Entschieden. Hannes Docekal ging leer aus.
BVZ

Natürlich hat er sich, so Docekal, sehr gute Chancen ausgerechnet. Immerhin hat er jetzt zweieinhalb Jahre die NMS geleitet und kann auf 33 Jahre Schulerfahrung als Lehrer zurückblicken. „Ich konnte in den letzten drei Jahren viel in der Schule bewegen“, blickt er stolz zurück. Alleine die Schülerzahlen können sich sehen lassen.

Für das kommende Schuljahr hat er bereits 40 Anmeldungen auf seinem Schreibtisch – eine Zahl, die sich jede NMS im Bezirk wünschen würde. Aber auch Zusatzausbildungen, wie Mentoring oder Studentenausbildung, die Arbeit an der Pädagogischen Hochschule oder seine Führungsqualität, die er in den letzten Jahren unter Beweis stellen konnte, konnte Docekal vorweisen – und auch die schwierige Coronazeit meisterte er, wie er sagt, mit viel Engagement, viel investierter Zeit und Ausdauer. „All das zählt überhaupt nichts“, ärgert sich Docekal.

Wie es nun für ihn weitergeht, weiß der erfahrene Pädagoge noch nicht. Eines ist fix: „An der Schule in Neufeld möchte ich nicht bleiben. Ich werde um eine Versetzung ansuchen“, sieht er als logische Konsequenz.