Holper regelt BAWAG-Erbe

Eisenstädter Anwalt ist Masseverwalter im Konkursverfahren der Privatstiftung, in der Elsner Pensionsabfindung parkte.

Bettina Eder
Bettina Eder Erstellt am 07. Juni 2017 | 11:50
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Die Umweltschützer sind empört über die Entscheidung und sehen darin eine abschreckende Wirkung. Wer Umweltsünden aufzeigt, kann dafür zur Kassa gebeten werden.
Foto: Bilderbox

Die Gambit-Privatstifung – jene Stiftung, in der der berühmt-berüchtigte Ex-BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner unter anderem seine Pensionsabfindung „parkte“, – ist nun insolvent. Elsner war die zentrale Person in der sogenannten BAWAG-Affäre (siehe unten).

Zu der von ihm gegründeten Gambit-Stiftung gehörten neben der Villa nahe Cannes, die er um kolportierte 6,8 Millionen Euro von seiner BAWAG-Abfindung gekauft hatte, noch etwa 2,5 Millionen Euro Barvermögen. Das Vermögen wurde wegen immer noch offener Schadenersatzforderungen der BAWAG eingefroren – erst 2015 hatte ein Gericht 500.000 Euro freigegeben, um die inzwischen heruntergekommene Villa zu renovieren.

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Wie viel sie heute Wert ist, „da klaffen die Ansichten weit auseinander“, so der beauftragte Masseverwalter, der Eisenstädter Gerwald Holper von Kosch und Partner. Die Villa ist jetzt zentraler Teil der nun zahlungsunfähigen Privatstiftung, deren Sitz in Neudörfl ist.

Detaillierte Infos, etwa wie groß die Gläubigeranzahl oder die Schulden sind, gibt es beim derzeitigen Stand noch nicht, denn „das Verfahren wurde erst jetzt eröffnet. Man kann aber davon ausgehen, dass es mehrere sind und die BAWAG dabei ist.“