„Wulka“ hat wieder ein Café. Über ein halbes Jahr war das „Café 21“ in Wulkaprodersdorf offiziell geschlossen, nun gibt es einen Neustart – mit neuem Namen und neuer Betreiberin.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 08. April 2022 (05:33)
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Zufriedene Gäste. Samia Lang und Sohn Noah schätzen Judit Mariels Köstlichkeiten wie auch ihren Humor.
Gollubics

„Endlich haben wir wieder ein Kaffeehaus“, freuen sich bei einem „BVZ-Lokalaugenschein“ die Gäste der neuen „Minibar. Cafe & Mehr“ in der Unteren Hauptstraße unweit vom „Spar“, „das hat im Ort wirklich gefehlt!“

Seit dem vergangenen Sommer sei die Lokalität leer gestanden, nachdem Vormieterin Sabine Winkler das „Café 21“ nach „coronabedingt schwierigen Zeiten“ letztendlich geschlossen habe, resümiert Bürgermeister Friedrich Zarits. Seitens der Gemeinde werde der Neustart durch Neo-Betreiberin Judit Mariel natürlich sehr begrüßt, betont der Ortschef.

"Leute brauchen mehr Zusammenhalt"

Die 49-jährige Mariel war bereits zuvor im Bezirk Eisenstadt als Gastronomin tätig: „Das Lokal hat mir schon immer gefallen, noch dazu liegt es in meinem Wohnort. Da habe ich mir dann einfach gedacht ,Ich mache das!‘“ Natürlich sei es keine leichte Zeit für eine Lokal-Eröffnung, „aber ich versuche immer, positiv zu denken. Wenn man dauernd Angst hat, kann man ja gar nichts machen.“

Die Einrichtung des Cafés sei „individuell“, sie habe sie gemeinsam mit ihrem Mann ausgesucht, so die gebürtige Slowakin: „Ich will das Café aufziehen wie in früheren Zeiten, als die Leute auf diesem Weg gemütlich zusammen gekommen sind. Gerade jetzt nach über zwei Jahren Corona brauchen die Leute mehr Zusammenhalt.“

Beim kulinarischen Angebot setzt die Mutter zweier Teenager auf Selbstgemachtes, wie Kuchen, diverse Aufstriche oder auch Gin. „Ich plane übrigens auch Themenwochen, mal soll es zum Beispiel Italienisches geben, dann wieder Mexikanisches“, sprüht das Energiebündel nur so voller Ideen: „Ich liebe das Gastgewerbe einfach, und ich glaube, die Leute spüren das.“