Großhöflein

Erstellt am 30. Januar 2017, 05:09

von BVZ Redaktion

Theodora Bauers Reise nach „Chikago“. Autorin Theodora Bauer arbeitet nach mehreren Projekten am zweiten Roman, in dem alles mit der Auswanderung beginnt.

Theodora Bauer. Mit zwei aktuellen Büchern unterwegs; im Herbst folgt der zweite Roman.  |  BVZ, BVZ

Ihre „Tante Meri“ ist drauf und dran, als eine jener Figuren in die Literatur einzugehen, die für Verweise auf die „österreichische Seele“ herangezogen werden. Eigentlich ist das bereits geschehen – als Autorin Theodora Bauer vor zwei Jahren mit ihrem Romandebüt „Das Fell der Tante Meri“ Erfolge feierte.

Viel geschrieben hat sie schon davor, und ebenso danach. Laufend taucht Bauer mit Neuem in der Szene auf, zuletzt etwa als Teilnehmerin des Literaturkurses im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises oder bald im Zuge eines prominenten Theaterprojektes. Aktuell liegen mit „Die Törichten“ (in der Edition Taschenspiel) und „Cosi fanno i filosofi“ (bei Limbus Preziosen) zwei raffinierte Bücher vor. In zweiterem etwa „outet“ sich Bauer als erstklassige Mozart-Kennerin.

Recherche zwischen Kittsee und USA

Dabei arbeitet die 26-jährige Großhöfleinerin derzeit vor allem an der Fertigstellung ihres zweiten Romanes: „Chikago“, auf gut Burgenländisch mit „k“, wie die Siedlung in Kittsee, die an die Auswanderer der 20-er-Jahre erinnert. Und die spielen eine wesentliche Rolle im Roman, der im Herbst im Picus-Verlag erscheinen wird.

Erzählte die „Tante Meri“ noch, wie man „damals“ den Zweiten Weltkrieg sah, so wird nun die Zeit davor aufgearbeitet, auf mehreren Ebenen, zwischen dem Burgenland und den USA. In Chicago hat Theodora Bauer auch ausführlich recherchiert, das Ergebnis macht gespannt: Hier finden sich in den Vorkriegsjahren nämlich Antworten auf so manche Fragen.

www.theodorabauer.at