Frauentorso-Fund: Alle Leichenteile von einer Person. Die nach der Entdeckung eines Frauentorso in der Ruster Bucht im Neusiedler See bisher gefundenen Leichenteile stammen alle von derselben Person. Das bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, Verena Strnad, am Mittwoch auf APA-Anfrage.

Von Redaktion, APA. Update am 18. April 2018 (16:26)
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Die Identität der Toten ist noch nicht bekannt
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Seit Freitagvormittag ist der Bereich der Ruster Bucht am Neusiedler See Einsatzgebiet: Ermittler suchen weiterhin nach den noch fehlenden sterblichen Überresten einer etwa 20 bis 40 Jahre alten Frau, deren Torso im Wasser gefunden wurde. Inzwischen ergab eine Untersuchung bisher geborgener Leichenteile laut Staatsanwaltschaft Eisenstadt, dass sie von ein und derselben Person stammen.

Die Entdeckung des Torso bildete den Auftakt für eine Suchaktion in der Nähe des Fundortes: Taucher des Einsatzkommandos Cobra und ein Feuerwehrboot, das mit einem besonders für flaches Wasser geeigneten Sonargerät ausgerüstet ist, durchstreifen jenen Bereich, wo man die noch fehlenden Leichenteile zu finden hofft. Auch Spürhunde, die speziell darauf trainiert wurden, durch die Verwesung freigesetzte Geruchsstoffe zu wittern, wurden eingesetzt.

Noch am Freitag wurde auch der Kopf der toten Frau gefunden, deren Identität noch nicht bekannt ist. Am Montag stießen die Suchteams auf zwei Unterarme ohne Hände, einen Unter- und einen Oberschenkel. Sie waren, wie eine Leichenbeschau ergeben hatte, offenbar mit einem oder mehreren scharfen Gegenständen vom Rumpf abgetrennt worden.

Die Ermittler begannen, die Vermisstenlisten auf aktuelle Fälle zu überprüfen. Vorerst konnte jedoch kein Treffer erzielt werden. Auch die Behörden in den Nachbarländern wurden gebeten, ihre Vermisstenfälle durchzusehen.

Mit dem Ausbleiben eines raschen Erfolges beim Versuch, die Tote im See zu identifizieren, war der Weg frei für Spekulationen. So wurde in Medien gerätselt, ob es sich bei der Toten nicht um eine 24-jährige Ungarin handeln könnte, die im Nachbarland unter anderem durch TV-Auftritte bekannt wurde. Unter Berufung auf mittlerweile vorliegende Untersuchungsergebnisse wies die Staatsanwaltschaft Eisenstadt dahin gehende Mutmaßungen zurück. "Diese Person ist auszuschließen", sagte StA-Sprecherin Verena Strnad am Mittwoch auf APA-Anfrage.

Auch die verschwundene Frau eines ungarischen Fleischhauers wurde im Nachbarland als mögliches Opfer genannt. Doch auch sie sei auszuschließen, hieß es laut ORF Burgenland unter Berufung auf andere Quellen. Die Suche ging unterdessen auch am Mittwoch weiter - vorerst gebe es dazu nichts Neues zu berichten, teilte die Staatsanwaltschaft mit.